Zeitung Heute : Ein Konsortium um den Verlag kauft Sebaldus-Sender

Nach monatelangen Verhandlungen steht der Käufer für die bundesweiten Hörfunk-Beteiligungen des Nürnberger Sebaldus-Verlages fest. Zum Zuge kommen soll ein bayerisches Konsortium mit dem Burda-Verlag, einem knappen Dutzend Zeitungshäusern und mehreren Medien-Unternehmern. "Eine solche Lösung zeichnet sich ab", bestätigte der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Wolf-Dieter Ring, am Mittwoch. Der Kaufpreis liegt dem Vernehmen nach zwischen 40 und 70 Millionen Mark. Zu den Privatradio-Beteiligungen von Sebaldus zählen Anteile an mehr als 30 landesweiten und regionalen Radiosendern sowie an regionalen bayerischen TV-Stationen. Die Sebaldus Druck und Verlag GmbH, Nürnberg, will sich im Vorfeld ihres möglichen Börsenganges auf den Ausbau ihrer Kerngeschäfte Druck, Verlage, Direktwerbung konzentrieren. Die größten Beteiligten am Konsortium sind mit je 40 Prozent eine Burda-Tochter und eine Gruppe von elf bayerischen Zeitungen. Zehn Prozent soll der Telefonbuch-Verleger und Radio-Unternehmer Gunther Oschmann erwerben. Fünf Prozent entfallen auf "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort. Die Restanteile gehen an die Medien-Unternehmer Klaus Küber (vier Prozent) und Eike Götz (ein Prozent).

Dem Verkauf muss noch der BLM-Medienrat zustimmen. Die Landeszentrale hatte bereits vor längerem eine ähnliche Lösung selbst ins Gespräch gebracht. Interessiert waren an den Radio-Sendern Brancheninformationen zufolge unter anderem auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die Dornier-Mediengruppe und der Heinrich Bauer-Verlag.

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