Zeitung Heute : Ein Mann für die sachliche Analyse und die kleinen Streicheleinheiten

Der Premiere-Reporter stellt sich den Fragen von Helmut Schümann

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Neulich, als das ZDF die besten deutschen Fußballer aller Zeiten wählte, da saß auch Marcel Reif mit auf der Couch und applaudierte freundlich, als Franz Beckenbauer zur ewigen Nummer 1 gewählt wurde. Sollten irgendwann einmal auch die besten deutschen Fußballreporter gewählt werden, könnte sich auch der Premiere-Reporter ein Platz auf dem Treppchen ausrechnen. Denn seit gut einem Jahrzehnt ist Marcel Reif unbestritten der beste deutsche Fußballreporter. Während andere Kommentatoren gerne zu Floskeln greifen, besticht Reifs Stil durch eine Mixtur aus sachlicher Analyse und erstaunlichem Sprachwitz.

Der Aufstieg Reifs begann 1994 mit seinem Wechsel vom ZDF zu RTL, wo er als Chefkommentator die großen Spiele der deutschen Mannschaften in der Champions League kommentierte. Eindrücklich in Erinnerung bleibt vor allem Reifs Reportage vom Desaster der Bayern im schon legendären Finale gegen Manchester United in Barcelona. Eine Reportage, die meisterhaft die Balance hielt zwischen kühler Analytik und mitfühlenden Streicheleinheiten. Der Wechsel des Reporters zum Bezahlsender Premiere tat seiner Popularität keinen Abbruch, obwohl sich sein Publikum radikal verkleinerte. Für seine Berichterstattung über die Fußball-WM 2002 erhielt Reif den Deutschen Fernsehpreis und ein Jahr später den Adolf-Grimme-Preis. Im Lido unterhält sich Marcel Reif mit Tagesspiegel-Reporter Helmut Schümann.

Außerdem gibt es wie immer im 11-Freunde-WM-Quartier drinnen und draußen alle Spiele auf Großbildleinwand und mehreren Screens. Im Anschluss an die Partie legen dann die DJs vom Karrera Klub flotte Musik auf.

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