Zeitung Heute : Ein Sarg voll blutiger Stiefel

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Klaus Kinski war ein extremer Mensch und ein besessener Schauspieler. In 40 Jahren hat er mehr als 130 Filme gedreht, Filmtrash mit Titeln wie „Sarg der blutigen Stiefel“ oder „Dracula im Schloss des Schreckens“ genauso wie Werner Herzogs Filmkunst von „Aguirre – Der Zorn Gottes“ bis „Cobra Verde“. Kinski, am 18. Oktober 1926 in Zoppot bei Danzig geboren, kam 1930 mit seiner Familie nach Berlin und sammelte erste Schauspielerfahrungen in einem Lagertheater in britischer Kriegsgefangenschaft . Eklats sorgten dafür, dass er seine Engagements am Berliner Schlosspark-Theater und im Wiener Burgtheater verlor. Er war dreimal verheiratet , seine Kinder Pola, Nastassja und Nikolai wurden ebenfalls erfolgreiche Schauspieler. Kinski starb am 2. Februar 1992 an einem Herzinfarkt in seinem Haus in Lagunitas, Kalifornien. Zum 80. Geburtstag erscheinen „Kinski. Die Biographie“ von Christian David (Aufbau, 480 S., 24,90 €) und das Taschenbuch „Klaus Kinski – Leben, Werk, Wirkung“ von Peter Geyer (Suhrkamp Basisbiographie, 160 S., 7,90€). An Kinskis Ein-Mann-Theater-Auftritte als Rezitator erinnern die CDs „Klaus Kinski spricht Deutsche Dichtung“ (Deutsche Grammophon) und „Kinski – Jesus Christus Erlöser“ (Random House).

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