Zeitung Heute : Ein Viertel der 64-Jährigen geht arbeiten

Wiesbaden - Nur jeder neunte 65-Jährige in Deutschland ist berufstätig. Die große Mehrheit der Beschäftigten schied im vergangenen Jahr zwischen 58 und 64 Jahren aus dem Beruf aus und damit vor dem gesetzlichen Rentenalter, das ab 2012 in mehreren Schritten um zwei Jahre angehoben werden soll.

Während 2009 noch knapp 90 Prozent der 50-Jährigen einer Beschäftigung nachgingen, waren nur noch 23,7 Prozent der 64-Jährigen am Erwerbsleben beteiligt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Von den 65-Jährigen waren es nur 11,6 Prozent. Allerdings arbeiten heute deutlich mehr ältere Menschen als noch vor zehn Jahren. Zwischen 1999 und 2009 stieg die Erwerbsquote der 58- bis 64-Jährigen nach Angaben der Statistiker um mehr als zehn Prozentpunkte, bei den 60- bis 62-Jährigen sprang der Anteil sogar um mehr als 20 Prozentpunkte. Dazu erklärten die Statistiker: „Besser qualifizierte Personen arbeiten in der Regel länger und die Qualifikation älterer Menschen steigt.“

Nur jeder Zweite, der 2009 in Deutschland im Ruhestand war, schied tatsächlich wegen seines Alters aus. Mehr als jeder vierte Ruheständler (27,8 Prozent) hatte schon vor Erreichen der Altersgrenze aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Weitere 22,2 Prozent nutzten Vorruhestandsregelungen oder gingen direkt aus der Arbeitslosigkeit in den Ruhestand. Im Alter zwischen 40 und 55 Jahren lagen die Erwerbslosenquoten relativ konstant bei sieben Prozent und damit unter dem Gesamtdurchschnitt der 15- bis 64- Jährigen von 7,6 Prozent.“ dpa

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar