Zeitung Heute : Eine Einkaufsstraße, wie es sie

Die Interessengemeinschaft Westfälische Straße, in der 50 Geschäftsleute engagiert sind, will die besondere

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Zieht man eine ziemlich gerade Linie zwischen EisHenning am unteren Ende des Kurfürstendamms und der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte am Fehrbelliner Platz, so hat man recht genau den Verlauf der Westfälischen Straße abgesteckt. Eine relativ lange Straße, doch so richtig beleben will sie sich erst vom Hochmeisterplatz in Richtung Kurfürstendamm. Vorher bleibt sie mit Parkhaus, Tankstelle und Busdepot eher blass, da helfen auch die Schornsteinfeger-Innung und die Botschaft der Republik Malawi nicht viel.

Ab der Hochmeisterkirche jedoch wird die Westfälische zur Geschäftsstraße. „Das ist eine Straße, wie es sie in Berlin heute nicht mehr viele gibt“, sagt Cornelia Szojda, Mitinhaberin des Bilderrahmen-Ladens Donath & Szojda und Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft Westfälische Straße. Dort haben sich 48 der rund 60 Einzelhändler und Handwerker der Straße zusammengeschlossen, um gemeinsam den Wiedererkennungswert ihres Kiezes zu verbessern. „Wir sind noch eine Geschäftsstraße wie früher, mit Bäcker, Fleischer, Schuster, ohne die großen Einzelhandelsketten“, sagt Cornelia Szojda. Viele der Geschäfte gibt es bereits seit 30 Jahren, Blumen Koch besteht dort sogar schon seit 1912 in Familienbesitz. „Der Dessous-Laden Lady M ist eine Institution in der Stadt“, fährt die Geschäftsfrau fort. „Seit 33 Jahren jung“, wirbt ein Spruchband in dessen Schaufenster.

Die Neuland-Fleischerei Bünger gehört ebenfalls zu den alt eingesessenen Läden der Straße. Der Weinladen in der Straße existiert seit 35 Jahren, jetzt heißt er allerdings La Cave de Bacchus und wird von dem Franzosen Gérard Deguy geleitet.

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