Zeitung Heute : Eine rauschende Ballnacht in New York

Fundraising-Gala der „Friends of Freie Universität Berlin“ und Verleihung des Transatlantic Bridge Award an Klaus Schwab

Goran Krstin

Die Freie Universität pflegt enge Kontakte zu Ländern in der ganzen Welt. Doch keine Beziehung ist so intensiv und traditionsreich wie die zu den USA. Ende Februar erlebte Big Apple einen ganz besonderen kulturellen Brückenschlag zwischen den Kontinenten: Bereits zum zweiten Mal veranstalteten die „Friends of Freie Universität Berlin“ (FFUB) ihre „Annual Gala“ in New York, eine große Fundraising-Veranstaltung zur Unterstützung der FU.

Höhepunkt des Abends im Four-Seasons-Hotel auf der Fifth Avenue war die Verleihung des „Transatlantic Bridge Award“. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf beiden Seiten des Atlantiks verdient gemacht und zu einem transatlantischen Dialog beigetragen haben. Preisträger in diesem Jahr war Klaus Schwab, der 1971 das Weltwirtschaftsforum Davos gegründet hat und es als Vorsitzender zum weltersten Treffpunkt internationaler Größen aus Politik, Wirtschaft und Kultur machte.

„Mit der Auszeichnung ehren die Freunde der Freien Universität Berlin einen der bedeutendsten Weltbürger und Brückenbauer zwischen den Kontinenten. Klaus Schwab stellt sich mit seinem Engagement und seiner Vision von einer gerechten globalisierten Welt seit Jahrzehnten in herausragender Weise den Herausforderungen unserer Zeit“, so John Costas, Vorstandsvorsitzender der UBS Investment Bank und diesjähriger Vorsitzender des Festbanketts in seiner Laudatio vor 350 Gästen. Bereits im letzen Jahr wurde an gleicher Stelle Lord Norman Foster, der britische Stararchitekt und Baumeister mit dem Transatlantic Bridge Award ausgezeichnet.

In einer langen Schlange warteten die Gratulanten darauf, den Forumchef zu seinem Preis beglückwünschen zu können, darunter auch Christo und Jeanne-Claude, Ehrengäste und Initiatoren des Kunstprojektes „The Gates“. Das Künstlerpaar überreichte dem Preisträger handsignierte Plakate. Viele bekannte Persönlichkeiten, wie der Autor und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel und Gunter Pleuger, deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen, waren ebenfalls unter den Gratulanten. Sowohl Bundeskanzler Gerhard Schröder als auch US-Präsident George W. Bush richteten ihre schriftlichen Grußworte an Klaus Schwab. Neben Bürgermeister Klaus Wowereit und seinem New Yorker Amtskollegen Michael R. Bloomberg sprach auch Senatorin Hillary Rodham Clinton ihre Glückwünsche aus. Sie lobte insbesondere die vorbildlichen Absichten der „Freunde“ und ihrer Alma Mater zur Stärkung der transatlantischen wissenschaftlichen Beziehungen. „Die Freie Universität Berlin veranschaulicht und steht auch heute noch für ihre Gründungsprinzipien von 1948 – Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit“, so Clinton.

Zu Cocktails und Live-Musik des New Yorker Peter Duchin Orchesters swingten die „Freunde“ und ihre Gäste im festlich geschmückten Ballsaal bis tief in die Nacht. „Das Ereignis war wieder ein voller Erfolg. Alle meine Erwartungen wurden weit übertroffen“, freute sich FU-Präsident Dieter Lenzen. Nicht nur sei es ein schönes Kennen lernen und Wiedersehen mit vielen ehemaligen Studierenden und Wissenschaftlern der Freien Universität gewesen, von denen heute viele in den USA als Juristen, Unternehmer und in der Politik erfolgreich sind. Eine besondere Bestätigung und Auszeichnung seien außerdem die zahlreichen Danksagungen der Alumni für die exzellente Ausbildung an ihrer Alma Mater, der Freien Universität Berlin gewesen. „Schon allein deswegen war die Fundraising-Gala ein beeindruckendes Erlebnis“, so Lenzen. Nach dem Ball ist vor dem Ball. Bereits jetzt kann sich die New Yorker Society auf die Annual Gala 2006 freuen: Ein besonderes Ereignis ist ihr sicher.

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