Zeitung Heute : Eine Stadt wird Metropole der Forschung

Ausstellung zu 300 Jahren Wissenschaft in Berlin

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Alles in Ordnung. In einem riesigen Regal werden historische Objekte gezeigt. Foto: promo

Albert Einstein vollendete in Berlin seine allgemeine Relativitätstheorie, Karl Richard Lepsius brachte Schätze aus Ägypten in die Stadt, Konrad Zuse baute den ersten Computer und die Brüder Grimm schrieben in Berlin ihre berühmte „Geschichte der deutschen Sprache“. Bedeutende Gelehrte, Nobelpreisträger, wegweisende Erfindungen und Errungenschaften haben ihren Ursprung in Berlin. Die Ausstellung „WeltWissen“ zeigt ab September exemplarisch die Berliner Wissenschaftsgeschichte und stellt sie in Bezug zur Welt. Denn erst im Wechselspiel von lokaler Prägung und weltweiter Vernetzung wird in Berlin seit 300 Jahren Wissen hervorgebracht.

Thematisiert werden Erfolge, Pionierleistungen, Brüche und Irrwege. „Welt Wissen“ ist eine Ausstellung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Charité, der Humboldt-Universität, der Max-Planck-Gesellschaft und weiterer Partner.

„Wissenschaft ist immer geprägt durch die jeweilige Zeit, durch die gesellschaftlichen Umstände, aber zugleich ist Wissenschaft auch ihrerseits ein Impulsgeber, der auf unvorhersehbare Weise Entwicklungen anstößt“, erklärt Jochen Hennig, Leiter der Jubiläumsausstellung. Anhand höchst lebendiger Geschichten und Biografien von Objekten, Forschenden und Institutionen gibt die Ausstellung spannende Einblicke in den wissenschaftlichen Betrieb. Sie zeigt, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Berlin arbeiten, wie sie sich international vernetzen, die Grenzen ihrer Fächer sprengen und Berlin zu einer Wissenschaftsmetropole entwickelt haben. „Denn dies ist seit jeher das Besondere an der Berliner Wissenschaft: die Vielzahl der wissenschaftlichen Institutionen, der Forschungseinrichtungen und Museen, die Forschende aus aller Welt anziehen“, sagt Hennig.

Im Veranstaltungsprogramm werden Expertinnen und Experten verschiedener Fächer ihre Zugänge zu Themen aktueller Forschung diskutieren. Ein didaktisches Programm für Kinder und Jugendliche sowie spezielle Angebote für Lehrer begleiten die Ausstellung. HU

24. September 2010 bis 9. Januar 2011, Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

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