Zeitung Heute : Eine weitere Privathochschule für Berlin in Sicht

Der Tagesspiegel

Nach der von mehreren Großunternehmen angekündigten neuen Privat-Universität will nun eine weitere private Hochschule in Berlin zum Herbst ihren Betrieb aufnehmen. Die Ota-Hochschule wird nach den Worten ihres Gründungsrektors Jürgen Kunze zunächst mit den beiden Bachelor-Studiengängen Wirtschaft sowie Information und Kommunikation starten. Die ersten 80 Studenten können sich dafür ab sofort bei der Hochschule bewerben. Als „Pioniere“ müssen sie auch noch keine Studiengebühren zahlen. Später werden dies nach Kunzes Worten voraussichtlich rund 500 Euro pro Monat sein.

Die Hochschule soll bis auf 1500 Studienplätze wachsen und ein besonders praxisbezogenes Studium anbieten. Vorgesehen sind neben dem Bachelor auch Studiengänge zum Abschluss Master. Träger ist die gemeinnützige Ota-Stiftung für berufliche Bildung. Ihr Gründer Erman Tanyildiz ist Unternehmer und sieht sich der Förderung benachteiligter sozialer Gruppen besonders verpflichtet, wie die Hochschul-Homepage ausweist. Staatliche Förderung will die Hochschule nicht in Anspruch nehmen. Die Finanzierung trägt zunächst die Stiftung.

Die Genehmigung des Wissenschaftssenators für das neue Vorhaben steht allerdings noch aus. Doch der Gründerkreis ist optimistisch, in den nächsten Tagen eine positive Entscheidung zu erhalten. Die Wissenschaftsbehörde bestätigte, dass in den nächsten Wochen entschieden werde. Eine Bewilligung werde - wenn die Voraussetzungen erfüllt sind - zunächst für drei Jahre ausgesprochen. Die Vorbereitung für die Ota-Hochschule laufen bereits seit dem Jahr 2000, wie Gründungsrektor Kunze berichtet.

Kunze war zuvor acht Jahre lang Rektor der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und ist in Fachkreisen als sehr engagiert bekannt. „Neue inhaltliche und strukturelle Gestaltungsmöglichkeiten lassen sich mit dem Neuanfang jetzt leichter umsetzen“, wirbt Kunze für sein Projekt. So soll dort stärker mit modernen Medien studiert und neue Studienformen erprobt werden. Ausgeprägte Praxisphasen sollen frühzeitig einen engen Bezug zum späteren Beruf herstellen. rt

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