Zeitung Heute : Einer fliegt übers Grundgesetz

78 Worte und eine Pointe in zwölf Sekunden: Urban Priol ist schnell und komisch. Vielleicht sogar Dieter Hildebrandts Erbe? Am Dienstag lernt ganz Deutschland ihn kennen – dann macht er im ZDF politisches Kabarett

Marc Neller

Unmöglich, jetzt in ihren Gesichtern zu lesen, selbst in den ersten paar Sitzreihen. Für ihn sind sie schwach schimmernde Flächen.

Dunkel liegt der Raum vor ihm, nur zwei bläuliche Lichtkegel bestrahlen von vorne die Bühne, auf der er steht; ein Mann Mitte vierzig in einem unmöglichen Schlabberhemd, das für sein Alter spärliche Haar zu einer wirren Corona auftoupiert. Er ist hochkonzentriert auf das, was gleich folgen wird.

Kurze Begrüßung, ein paar Schritte auf der Bühne, gespielt gebrechlich, Handy am Ohr und hastig Spray aus einer kleinen Dose in seinen Mund pumpen. „Nitrospray“, wird er mit aufgesetzt zackiger Stimme ins Publikum sagen. Er sei Manager, vier Bypässe. Kunstpause. „Das ist keine Krankheit, sondern ein Leistungsnachweis.“ Bevor die Lacher verstummen, leitet er zur Vogelgrippe über und von der süffisanten Häme, mit der er die deutsche Begleithysterie kommentiert, zur Rolle des Pharmaindustriellen. Schmeichelnde Verkäuferstimme. „Wir haben das Medikament, wir brauchen nur noch die passende Krankheit dazu.“

Es ist der Einstieg in Urban Priols aktuelles Programm. Ein Einstieg in zwei Stunden, in denen er auf der Bühne wie eine halluzinierende Gottheit Assoziationsgebirge auftürmt, von deren Gipfel aus er einen klaren Blick auf die absonderlichen Panoramen der Gegenwart anbietet, wie er hofft.

Priol ist Kabarettist, und seine eigenen Aussichten sind bestens. Ein großer Aufstieg liegt vor ihm, auf einen Achttausender in einer Kabarettistenkarriere. Das ZDF hat das politische Kabarett wiederentdeckt. Ab Dienstag läuft „Neues aus der Anstalt“, die erste Sendung dieser Art im ZDF seit gut 26 Jahren. Seit Dieter Hildebrandts „Notizen aus der Provinz“. Einmal im Monat wird Priol als Chefarzt einer psychiatrischen Tagesklinik auf dem Bildschirm zu sehen sein und Diagnosen zur Lage der Nation stellen; zehn Folgen sind vorerst geplant, gemeinsam mit Georg Schramm, der schon dort angekommen ist, wohin Priol strebt. Schramm gilt als Maßstab dessen, was politisches Kabarett derzeit zu leisten imstande ist. Seine bekannteste Rolle ist die des altpreußischen Rentners Lothar Dombrowski, der leidenschaftlich die Moden der Politik und der Gesellschaft geißelt; Markenzeichen: mürrischer Gesichtsausdruck, Hornbrille und, Folge einer Kriegsverletzung, Lederhandschuh.

Es ist eine Chance, auf die Priol seit 25 Jahren wartet.

Die Voraussetzungen könnten schlechter sein. Die einheimische Humorindustrie füllt umgebaute Scheunen und Mehrzweckhallen. Im Fernsehen vermehren sich Comedyshows, Sitcoms und Improvisationssendungen derart rasch, dass es schwerfällt, den Überblick zu behalten. Seit vergangenem Montag sendet Deutschlands erster reiner Komikkanal, Comedy Central, rund um die Uhr. Nur beklagt selbst mancher Fernsehverantwortliche die Beliebigkeit komödiantischer Ewigplauderei.

Der Unterschied zwischen Comedy und Kabarett ist mitunter fließend, und Urban Priol zählt zu denen, die diese Trennung für künstlich halten, auch, weil Leute wie Harald Schmidt, Olli Dittrich oder Bastian Pastewka in keine der beiden Schubladen so recht passen wollen. Aber das ist nur die Hälfte der Wahrheit. Denn das Etikett „politisches Kabarett“ ist noch immer eine Art Gütesiegel in Deutschland. Es trennt Niveau und Inhalt von Dampfplauderei.

Und die Elite des deutschen Kabaretts ist ein exklusiver Zirkel; ein Dutzend Künstler vielleicht, die ihm angehören. Dieter Hildebrandt, Gerhard Polt, Mathias Richling, Bruno Jonas, Richard Rogler, Matthias Deutschmann, Georg Schramm. Die meisten von ihnen waren oder sind beim „Scheibenwischer“. Nicht zufällig. Der „Scheibenwischer“ in der ARD gilt seit Anfang der 80er Jahre als erste Adresse für bissigen politischen Humor im Fernsehen. Aber er steht in der Kritik; beste Voraussetzungen für das Konkurrenzprojekt des ZDF. Und als Hildebrandt ihn vor gut drei Jahren verließ, ist der Eindruck entstanden, dass zwischen seinen Nachfolgern ein Kampf darum ausgebrochen ist, wer ihn als obersten Polit-Satiriker des Landes beerbt. Die Sendeplätze im Fernsehen versprechen gutes Geld, sind aber rar. Konkurrenzdenken und Neid sind ausgeprägt.

Und dennoch sind da viele Kollegen, die über Urban Priol sagen, er sei „ein großes Kaliber“, einer, „der in die erste Reihe gehört“.

Priol sitzt in einer ruhigen Fensternische seines Stammrestaurants, italienische Küche, im Stadtzentrum Aschaffenburgs. Durch die Glasfront kann er in den Park hinaussehen. Seine Haare liegen glatt. Die wirre Frisur trägt er nur auf der Bühne. Wie die bunten Hemden. Es gibt Leute, denen dieser Aufzug suspekt ist, weil sie finden, dass man sich nicht albern anziehen muss, wenn man witzig ist. Priol macht eine Handbewegung, als wolle er den Gedanken beiseiteschieben.

Er hat etliche Preise gewonnen. Passauer Scharfrichterbeil, Salzburger Stier, Deutscher Kleinkunstpreis, Deutscher Kabarettpreis. Unter anderem. „Alles muss raus“, seine monatliche Sendung auf dem Kulturkanal 3sat, haben im vergangenen Jahr im Schnitt 650 000 Zuschauer gesehen. Eine für einen Spartenkanal ziemlich beachtliche Zahl.

Priol wollte mal Lehrer werden. Aber nach ein paar Semestern hat er sein Studium, Englisch und Russisch, abgebrochen. Als ihn ein Zivildienstkollege zu gemeinsamen Auftritten ermutigte, hat er sich an die Schulzeit erinnert. Damals war er der Klassenclown, denn in Sport war er eine Niete, aussichtslos, sich da hervorzutun. Wie man eben so anfängt.

Priol spricht den breiten Dialekt der Aschaffenburger Gegend, nicht mehr richtig Bayern und noch nicht ganz Hessen, wo er aufgewachsen ist und noch immer wohnt. Es ist ein breiter Dialekt, mit matschigen Konsonanten. Sein Hochdeutsch benutzt Priol nur selten. Er mag das Schnodderige, Lakonische dieses Dialekts. Es eignet sich, um Kontraste herzustellen. Um mit kurzen Kommentaren die Sprechblasenrhetorik von Politikern und Managern zu entlarven. Humor hilft, die reale Welt für einen Moment neu zu vermessen, indem er große Dinge klein macht und kleine Dinge groß. Ein Dialekt ist etwas, das einen Menschen klein erscheinen lässt. Umso größer ist die Wirkung, wenn Priol einen komplizierten Sachverhalt aufspießt und mit einem überraschenden Gedanken ins Absurde überzeichnet. Die Auswirkungen der Gesundheitsreform zum Beispiel.

Den Operationssaal zahlt künftig noch die Kasse. Aber dann geht’s los. „Brauchen Sie denn Vollnarkose?“, wieder die Verkäuferstimme. „Wir hätten auch eine Flasche Rum da … Wenn Sie das OP-Besteck nehmen von dem, der vor Ihnen da war, das gibt 20 Prozent. Und muss denn wirklich ein Arzt dabei sein?“

Priol, sonst Grüner, hat bei der letzten Bundestagswahl ausnahmsweise für die SPD gestimmt. Jetzt ärgert er sich über den Reformmurks der Koalition.

Im Frühjahr 2006, erzählt Priol, hätten Georg Schramm und er „es erste Mol midänanner delefonierd“. Um mal über ein Konzept zu sprechen. Und im Juni haben sie eine Pilotsendung produziert.

Aschaffenburg, Mitte Dezember. Ein Jahr, an dessen Ende Priol 250 Auftritte gespielt haben wird, neigt sich dem Ende zu. Er ist müde, aber auch aufgekratzt. Vor ein paar Tagen hatten Schramm und er endlich Zeit für die erste gemeinsame Probe. Gleich neben dem Italiener in Aschaffenburg, in einem Saal mit Bruchsteinwänden, in dem 260 Zuschauer Platz finden. Ein Heimspiel für Priol. Der „Hofgarten“ war früher ein Kino, er hat es vor Jahren umbauen lassen; den Kredit wird er noch Jahre abbezahlen. Priol tritt regelmäßig im „Hofgarten“ auf, seine Vorstellungen sind Monate vorher ausverkauft, meist schon nach Minuten. Auch an diesem Abend wird er dort spielen.

Eine Mitarbeiterin steckt ihm einen Brief zu. Ein Bußgeldbescheid, Priol soll zu schnell gefahren sein. Der Mann auf dem Foto ähnelt ihm nicht, ein Auto mit Berliner Kennzeichen fährt er auch nicht. Als er auf dem Amt anruft, sagt die Sachbearbeiterin: „eine Verwechslung“. Er solle sich nicht aufregen, das komme öfter vor. Er schneidet Grimassen. Als er auflegt, lächelt er, halb belustigt, halb ungläubig. Bürokratendschungel Deutschland, eines seiner Dauerthemen. Gut möglich, dass er das in sein Programm aufnimmt.

Er hat sein Gesicht aus der Jugend behalten. Ein ovales Gesicht mit hoher Stirn, in dem das Leben keine allzu tiefen Spuren hinterlassen hat. Die Augen, groß hinter den Gläsern seiner rotrandigen Brille, lassen nicht vom Gegenüber ab. Er lebt ja vom Beobachten. Wenn er mit Freunden im „Schlappeseppel“ sitzt, einer alten Aschaffenburger Bierkneipe, und dort den Stammtisch beäugt. Oder wenn er im Großraumabteil eines Intercityexpress Geschäftsreisende beobachtet, ihnen beim Telefonieren zuhört. So ist der Einstieg mit dem Spray entstanden.

Der Stammtisch hat so seine Meinung über die Manager. Alwis zum Beispiel. Alwis ist grob, manchmal larmoyant. Alwis hat die Globalisierung durchschaut. Priol zieht die Kinnlade etwas tiefer, der Dialekt klingt dann derber. „Nur weil die Herren den Hals nicht voll genug kriegen können. Jetzt lassen sie alles in Polen produzieren. Und wenn der Pole kommt und sagt, wir hätten gerne zwei Zloty mehr, da sagen die Herren: Der Pole wird frech, wir gehen in die Ukraine.“ Dann in die Ukraine, dann nach Moldawien. Rumänien. China, Bangladesch. „Immer weiter um den Erdball rum. So gesehen müssen wir eigentlich nur durchhalten.“

Alwis ist eine Bühnenfigur aus jener Zeit, als Priols Programm noch aus längeren, geschlossenen Geschichten bestand und er sich für jede Figur umgezogen hat. Inzwischen verfährt er nach einem Zettelkastenprinzip. Seine Kunst ist das Tempo, er ist ein Hochgeschwindigkeits-Komiker, da schlägt er alle Kollegen. Seine Parodie der Irak-Geisel Susanne Osthoff dauert zwölf Sekunden, da bringt er 78 Worte und 27 hektische Züge an der Zigarette unter. Blitzschnell verknüpft er Themen, Stimmen, Gesten, oft haben sie vordergründig gar nichts miteinander zu tun. Die Montage ist seine Technik, Entlarvung das Ziel. Ein Wortstrom. Dann, abrupt, hält Priol inne. Ergeben taumelt das Publikum in die Pointe.

Das spärliche Licht im Saal. Er will es so. Die Leute sollen einander nicht sehen. Nicht, dass sie nach dem Sitznachbar schielen, ob der lacht, bevor sie selbst es wagen. Er muss ihre Gesichter ohnehin nicht sehen, um sie zu erkennen. Ihm reicht ihr Lachen, sagt er. Es gibt Tage, an denen verlässt er die Bühne mit dem Gefühl, er habe hören können, wie sich die Gesellschaft verändert hat in den vergangenen Jahren. Arbeitslosigkeit. Gesundheitsreform. Vor allem diese Passagen sind es, an denen sie sich ihm offenbaren. Humor wird oft dann interessant, wenn hinter dem Witz echte Verzweiflung sichtbar wird. Je genauer er auf den Ton achtet, der sich in das Lachen seiner Zuschauer mischt, herzhaft, bitter oder erstaunt, desto genauer ist seine Ahnung davon, welcher Druck in ihnen ist. Er versucht, ihre Ventile zu öffnen. Ein Humorist ist ein Volksklempner.

An diesem Abend muss Priol nicht übermäßig hart arbeiten. Nur zwischendurch klemmt das Ventil ein wenig. Er hat es geahnt. Es sind einige Gruppen da, Firmen, die ihre Weihnachtsfeiern nicht in einem Restaurant oder in Büros begehen wollten. Er hatte sich vorher beim Veranstalter erkundigt. Die Mitarbeiter trauen sich oft nicht, vor ihrem Chef zu lachen, glaubt Priol. Vor allem dann nicht, wenn er sich die großen Chefs vornimmt, die Ackermanns und Mehdorns und Essers.

Es sind die einfachen Pointen, die an diesem Abend ziehen, die Politiker-Parodien. Stellen, die Schadenfreude bedienen. Einige hat er extra früh platziert. Diese Stellen sind ein Test. Er braucht sie. Werden ihm die Leute auch durch jene Passagen folgen, für die mehr politisches Wissen nötig ist?

Priol ist auf der Bühne ständig in Bewegung, läuft auf und ab. Spielt Merkel, Müntefering, Stoiber und Steuerberater. Vor allem aber spielt er sich selbst und Alwis, was im Grunde genommen dasselbe ist. Denn Alwis ist sein alter ego, das sagt er selbst. Sie teilen ihren heiligen Zorn und eine gewisse Verzweiflung. Zorn über „Dummheit, die sich wichtig nimmt“, über die, die das Denken einstellen. Was Priol politisiert hat, war die deutsche Atompolitik, er war jung damals, aber seine Haltung ist dieselbe geblieben.

Zorn auf Politiker, von denen die meisten der Wirklichkeit gekündigt haben, da sind sich Alwis und Priol einig. Sobald das Gespräch darauf kommt, beim Essen oder irgendwo unterwegs, sind die Grenzen zwischen dem Kabarettisten und dem Menschen Priol aufgehoben. Priol sagt dann Sätze, die bis in den Wortlaut hinein mit dem Repertoire übereinstimmen. Nur dass er sie am Abend auf der Bühne etwas weniger sachlich ausspricht und sie gerne mit gekünsteltem Lächeln unterlegt.

Die Politiker sind aber nur das eine, das andere sind die Menschen selbst. Die Lüge fräst sich eine Schneise durch die Gesellschaft, die Leute schimpfen zwar und nehmen es doch klaglos hin, findet er. Oder sie machen mit. „Der mündige Verbraucher“, sagt Priol nur. Mündig. Er zieht die erste Silbe genüsslich in die Länge. Der mündige Verbraucher ist ein gutes Beispiel. Es berührt die Frage, was ein Kabarettist dem Publikum zumutet.

Der mündige Verbraucher taucht an verschiedenen Stellen in Priols Programmen auf. Er kauft Aktien und staunt doch sehr, wenn irgendwann auch sein Arbeitgeber Leute entlässt, der Rendite wegen.

„Der mündige Verbraucher ... “, setzt Priol an, wieder hat seine Stimme diesen Unterton, „... bucht im Reiseshop vierzehn Tage Dominikanische Republik ...“

„Dom Rep, hey.“ Es ist die Alwis-Stimme, die dazwischenbrüllt.

„... all inclusive.“ Atempause. „Für 149 Euro.“ Atempause. „Und jammert dann, wenn kein Flieger dasteht.“ Priol macht ein Gesicht, das nach gespieltem Mitleid aussieht. Brüllendes Gelächter.

Priol weiß, dass er am Ende eines Abends die Welt nicht gerettet haben wird. Dass er Menschen verändert, daran glaubt er nicht. Hat er auch nicht ernsthaft vor. Sie nachdenklich machen, das schon. Über diesen Abend hinaus, das wäre das Ideal. Dass ihm genau das nicht gelinge, hat ihm die Lokalzeitung am Ort, die ihn seit Jahren beobachtet, in einer großen Doppelrezension vorgeworfen, nach der Premiere seines neuen Programms. Sein Niveau sei in der Ewigplauderei untergegangen. Anfang September war das. Nun, ein paar Monate später, erinnert Priol sich noch ziemlich genau an diese Kritik. „Der Prophet im eigenen Land“, brummelt er. Na gut, sagt er etwas später, das Programm war anfangs etwas zu lang, in einige Passagen war er noch zu verliebt. Er experimentiert, prüft, probiert auf der Bühne aus, bevor er Einfälle verwirft. Ist eben seine Arbeitsweise. Es stimmt auch, dass er keinen theoretischen Überbau hat, keinen Kant oder Marx oder Luhmann. Um die Gefahren, die seine Geschwindigkeit mit sich bringt, weiß er.

Er glaubt, dass der Reiz der neuen Sendung darin bestehen wird, dass da zwei Typen aufeinandertreffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Schramm, der Situationen lange ausspielt und der klar umrissene Charaktere bevorzugt. Und er, Urban Priol, der Schnelle. „Ist schon eine Herausforderung, neben solch einem Klassemann zu spielen“, sagt Priol. Er hat wenig geschlafen zuletzt und wenn, dann hat er von der Sendung geträumt.

Die ohnehin knappe Zeit ist noch etwas knapper geworden. Das letzte Gespräch muss etwas kürzer ausfallen. Er muss noch einen Text schreiben, bevor er sich auf den Auftritt am Abend vorbereitet. Sein neuer Sender hat ihn für einen fünfminütigen Gastauftritt in die „Wetten, dass ...?“-Sendung eingeladen, die kurz vor der Premiere der „Anstalt“ ausgestrahlt wird. Kostenlose Werbung vor Millionenpublikum. Nun wollen die Redakteure schnell das Skript mit dem Text.

Und dann die erste Sendung. Er wird aufstehen, ausgiebig die Zeitungen lesen, am Abend noch die letzten Nachrichten sehen, das Notizbuch in Reichweite. Kurz vor dem Aufritt wird er Tee mit Honig vorbereiten und einen mit scharfem Chinaöl beträufelten Traubenzucker lutschen, damit ihm die Stimme nicht wegbricht. Und dann wird er auf die Bühne gehen, das Publikum wahrnehmen, 300 Zuschauer im Saal, und versuchen, nicht daran zu denken, dass es dieses Mal doch nicht alles ist wie sonst.

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