Zeitung Heute : Einer wird gewinnen

Der Tagesspiegel

Schöneberg. Ob Roggenvollkornbrot, Kürbiskernbrot, Möhrenbrot, Omas Krustenbrot – die Fantasie des Bäckers kennt kaum Grenzen. Aber manche Berliner scheinen vergessen zu haben, wie echtes Handwerkerbrot im Vergleich zur Fließbandware aus der Backfabrik schmeckt. Immer weniger Bäcker, die mitten in der Nacht aufstehen, um die Zutaten ihrer Backwaren persönlich zusammenzurühren, können sich gegen die Brotindustrie behaupten.

Deshalb hat die Initiative „Handwerkerbrot“ der Berliner Bäcker-Innung auch in diesem Jahr einen Wettbewerb in allen Bezirken gestartet. Gemeinsam mit der Innungskrankenkasse sollen „die besten Brote der Stadt“ gefunden und prämiert werden. Gestern erklärten die Mitglieder der Brotprüfergruppe im Innungsgebäude in der Kärntner Straße, was ein Brot zum Siegertypen macht. „Wenn das Brot auch nach einigen Tagen außen nicht hart wird, dann stimmt was nicht“, sagte Hans-Peter Göhrs von der Innung. Dann enthalte der Teig nämlich Konservierungstoffe – und hat keine Chance mehr, gewählt zu werden. Denn der Gesundheitswert des Brotes steht im Mittelpunkt.

Auch Form und Aussehen sowie Geruch und Geschmack sind wichtig. Teilnehmen können alle Bäckereibetriebe, die nach alter Tradition nur unter Verwendung von natürlichem Sauerteig die Brote herstellen. Die Vorentscheidungen finden in den einzelnen Bezirken statt; das große Finale mitsamt Siegerehrungen wird am 28. September auf dem Alexanderplatz gefeiert. Informationen zum Wettbewerb gibt es bei der Bäcker-Innung unter Telefon 78 79 79 18. suz

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