Zeitung Heute : Einstieg in den Umstieg

In der Hauptstadtregion startet die Ausstrahlung von Digital-Fernsehen über Antenne. Nur wenn der Pilot erfolgreich ist, werden die anderen Bundesländer folgen

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Das neue, digitale Fernsehen in der Hauptstadtregion ist zum Erfolg verdammt. Nur wenn der PilotUmstieg von der alten analogen Fernsehausstrahlung per Antenne auf die modernere und leistungsfähigere Digitaltechnik in Berlin und Teilen von Brandenburg erfolgreich verläuft, wird das digitale Signal von Berlin aus auch den Rest der Republik erreichen. Jürgen Doetz, Vorsitzender des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation, erklärte für die privaten Fernsehgesellschaften, dass man vor weiteren Engagements in die neue Technik schauen wolle, wie die Verbraucher in Berlin reagierten. Beim feierlichen Knopfdruck zum Start in die digitale Fernsehzukunft in Berlin erklärten die Intendanten von SFB und ORB, Horst Schättle und Hansjürgen Rosenbauer, dass es zu den ersten Zielen des fusionierten ARD-Senders Rundfunk Berlin- Brandenburg gehören werde, dass die Zuschauer die Vorteile des „ÜberallFernsehens“ und der Zusatzdienste erkennen können. Nachdem gestern in Berlin die ersten acht Programme (ARD, ZDF, SFB 1, ORB, Sat 1, RTL, Pro 7, RTL 2) auf zwei leistungstarken Frequenzen freigeschaltet wurden, sollen nun nächste Schritte in Cottbus und der Lausitz folgen. Rund fünf Millionen Euro geben die Sender und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg für die Einführung aus. Zu den Vorteilen von DVB-T gehört nach Einschätzung von Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf auch, dass man bei der Fußball-WM 2006 im Garten oder an Badeseen die Spiele in bester digitaler Qualität empfangen kann. Wolf sieht zudem Chancen für die Hauptstadtwirtschaft. Berlin habe die Chance, zum Kompetenzzentrum bei der Entwicklung neuer DVB-T-Anwendungen zu werden. mvd/sag

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