Zeitung Heute : Elektro-Räder kurbeln Umsätze der Branche an

Die Fahrradbranche will mit teureren Modellen und Elektrorädern ihre Umsätze weiter steigern. Bei gleichbleibenden Verkaufszahlen rechnet der Verbund Service und Fahrrad (VSF) bis 2015 mit jährlichen Wachstumsraten von rund 3,6 Prozent. Die Durchschnittspreise seien in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, sagte Verbandsvorstand Albert Herresthal in Berlin. Jährlich werden etwa vier Millionen Fahrräder verkauft. 

Die Kunden geben demnach im Schnitt 600 Euro für ihr neues Rad aus, 100 Euro mehr als noch vor zwei Jahren. Laut Umfragen seien die Käufer auch zu etwas höheren Ausgaben bereit, sagte Herresthal. Bei kleineren und mittelgroßen Händlern würden durchschnittlich 1089 Euro pro Fahrrad fällig. Bei Fahrrädern, die weniger als 500 Euro kosten, seien qualitative Abstriche zu machen. Bei den Elektroffahrrädern liege die Qualitätsgrenze bei zirka 1200 Euro. Darunter sei mit minderwertigen – das heißt kurzlebigen – Akkus ohne Spitzenleistungen zu rechnen. Auch seien die preiswerten Pedelecs in der Regel schwerer – durch das höhere Gewicht entlade sich die Batterie rascher.

Den Angaben zufolge liegt der geschätzte Fahrradbestand in Deutschland derzeit bei zirka 69 Millionen Stück. Zum Vergleich: Laut Kraftfahrtbundesamt liegt der PKW-Bestand derzeit bei 42,9 Millionen Fahrzeugen. Achtzig Prozent aller Deutschen ab 18 Jahren besitzen mindestens ein Fahrrad.

Der Branchenverband Verbund Service und Fahrrad (VSF) vereint 275 Händler und Hersteller und berät derzeit in Berlin im Rahmen eines Kongresses über die Zukunft des Fahrrads. dpa/Tsp

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