Zeitung Heute : En Vogue: Pommes aus purem Gold

Esther Kogelboom über das Vorbild Coleen McLoughlin

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Es muss dringend eine Lanze gebrochen werden für Coleen McLoughlin, die Verlobte von Englands Wayne Rooney. Erstens, weil verlobt sein heutzutage so herrlich altmodisch ist. Zweitens, weil sie – im Gegensatz zu der knochigen, rosa Champagner aus dem Strohhalm saugenden Frau Beckham – so aussieht, als würde sie von Herzen gern Pommes mit Essigsauce essen und dazu zwei, drei Bier aus der Flasche trinken. Und drittens, weil McLoughlins Klamotten zwar extrem teuer sind, sie an ihr aber ganz oft wirken, als seien sie keineswegs von Gucci und Prada, sondern von dem britischen High-Street-Ausstatter Miss Selfridge. Klingt gemein, soll aber ein Kompliment sein.

Eine der wenigen Personen, die modetechnisch zu hundert Prozent auf ihrer Seite ist, heißt Alexandra Shulman und ist keine Geringere als die Chefin der britischen „Vogue“. Shulman hob die Spielerverlobte auf das Cover des Magazins und erntete dafür reichlich Spott, dem sie jedoch achselzuckend standhielt.

Die 20 Jahre alte Coleen McLoughlin stammt wie Rooney aus Liverpool, die beiden kennen sich seit Kindertagen. Romantischer Höhepunkt der Beziehung: Der 17-jährige Rooney macht McLoughlin einen Heiratsantrag. Mit Diamantring und Pommes aus purem Gold? Nee: vor einer BP-Tankstelle. Super.

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