Zeitung Heute : Ende der Isolation

Der Tagesspiegel

Mathematische Materialien Fotos, bunte Collagen und Beamer-Präsentationen zeigen es: Lehren und Lernen mit neuen Medien heißt vor allem, dass Themen nicht nur im Klassenzimmer erarbeitet werden, sondern dort, wo es sich gerade anbietet. Die Schüler gehen auf virtuelle Recherchereisen und vernetzen die Schule mit Standorten, die für das jeweilige Thema interessante Zusatzinformationen versprechen. Das können städtische Bibliotheken oder Literaturhäuser, Museen und Sprachzentren sein. Je nachdem in welchem Fach und zu welchem Thema die Schüler gerade arbeiten. In den Präsentationen, die im Rahmen eines Wettbewerbs unter dem Titel „Lehren und Lernen mit neuen Medien“ auf dem Bielefelder Symposium vorgestellt wurden, wird deutlich: Die Schule steht nicht mehr isoliert als Ort des Lernens, sondern wird in ein Netzwerk eingebaut, in dem sie nur eine Lernumgebung von vielen ist. Es gab auch Preise in Bielefeld: Einen Sonderpreis bekam Willi van Lück für seine mathematische Lernumgebung, die auf dem Bildungsserver Südtirol zu sehen ist ( www.schule.suedtirol.it/blikk/angebote/modellmathe ): Wer bislang nicht wusste, für was man Dreisatzrechnen, Größentabellen oder Prozentrechnen pauken soll, wird hier manche Erleuchtung erfahren. Willi van Lück zeigt, dass eine Vielzahl von Problemen des täglichen Lebens auf rechnerischem Wege zwar nicht unbedingt gelö st, aber doch zumindest begriffen werden kann. Mathematik am Computer heißt dann auch, die Hintergründe von Bevölkerungswachstum oder die Standortwahl eines Wirtschaftsunternehmens von einem rechnerischen Blickwinkel aus zu begreifen. Ein gutes Beispiel, wie virtuelles Lernen mit der Realität verbunden werden kann. sle

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