Zeitung Heute : Energetisch, praktisch, gut

Die dena-Aktion „Tag der Energiespar-Rekorde“ gibt Tipps zu Neubau und Sanierung von Wohnhäusern

Zum vierten Mal organisiert die Deutsche Energie Agentur (dena) einen „Tag der Energiespar-Rekorde“. Am 25. und 26. September finden in diesem Jahr bundesweit Veranstaltungen zum Energiesparen in den eigenen vier Wänden statt. Insbesondere öffnen zahlreiche Effizienzhäuser ihre Pforten für Besucher.

Mit 30 Prozent liegt der Anteil der Privathäuser an der Spitze der Energieverbraucher in Deutschland. Der Großteil geht dabei für Heizung und Warmwasser drauf. Dabei wäre nur ein Bruchteil davon nötig, rechnet die dena vor. Während Wohnhäuser, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut wurden, im Schnitt 245 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter verbrauchen, benötigen sanierte oder neu errichtete Effizienzhäuser nur noch 30 bis 70 kWh. Das ist nicht nur fürs Klima gut, sondern auch für den Geldbeutel. Wer sich Gedanken über eine energetische Sanierung macht oder energiesparend bauen möchte, kann sich am „Tag der Energiespar-Rekorde“ Beispiele vor Ort ansehen, mit den Eigentümern sprechen und sich von Fachleuten beraten lassen.

Unter www.zukunft-haus.info/energiesparrekorde sind alle zu besichtigenden Effizienzhäuser nach Postleitzahl gelistet, darunter ein 1888 erbautes Mehrfamilienhaus in Berlin-Köpenick, das vor der Sanierung einen Primärenergiebedarf von fast 250 kWh pro Quadratmeter hatte und jetzt nur noch 50 kWh benötigt. Neben einer guten Dämmung hat es eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage für Heizung und Warmwasser.

Ein anderes Beispiel ist das in den 50er Jahren gebaute Haus der Familie Schwarzbeck im oberbayerischen Penzberg. Dank energetischer Sanierung ist es jetzt nicht nur ein modernes Eigenheim, sondern auch ein „Effizienzhaus 85“ mit einer Energieersparnis von gut 70 Prozent und einer Optimierung in Sachen Technik und Komfort. Über die Sanierungsmaßnahmen – von der Dämmung über Wärmeschutzfenster bis zur modernen Ölbrennwertheizung mit Solaranlage – können sich Besucher am 26. September bei der Familie und einem Energieberater informieren.

Man muss also nicht unbedingt neu bauen, um in einem effizienten Haus zu leben. Die energetische Sanierung eines älteren Gebäudes lohnt sich durchaus, sogar schon in Form einer Teilsanierung. Wer allerdings vor dem Neubau steht und Energiesparideen sucht, sollte ruhig auch einen Blick über Nachbars Gartenzaun werfen.Tong-Jin Smith

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