Zeitung Heute : Energie mit Tradition

Solartechnik, Strom, Wasser, Gas – Woher Berlins Kraft kommt

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Berlin steht immer unter Strom – immer ist etwas los, immer gibt es etwas Neues zu sehen und zudem ist die Stadt durchgehend geöffnet. Dazu gehört natürlich Energie, nicht nur beim Besucher, sondern überhaupt. Elektrizitätsunternehmen haben in Berlin eine lange Tradition. Interessierten Bürgern kann die Stadt heute auf dem Gebiet eine Menge bieten. Energie und Umwelt sind Standortvorteile Berlins und so heißt auch das Motto der Schaustellenwoche vom 26. Juni bis zum 2. Juli. 450 Unternehmen aus den Bereichen Energie und Umwelt sind in Berlin und Brandenburg tätig, darunter der Stromversorger Bewag mit neun Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2003 und die Gasag mit 18 Milliarden Kilowattstunden Erdgas. Die Berliner Wasserbetriebe als eines der größten Unternehmen der Wasserwirtschaft Deutschlands und die Berliner Stadtreinigung tun ein Übriges, das Leben in der Stadt zu erleichtern.

Neben diesen Klassikern gibt es in der Hauptstadt zahlreiche Unternehmen, die sich vor allem mit Solarenergie, Solarzellen und Recycling beschäftigen. Photovoltaikanlagen werden schon seit Jahren im größeren Stil auch an öffentlichen Gebäuden eingesetzt, um Ressourcen zu sparen. Die Glasdächer des Lehrter Bahnhofs zum Beispiel, des PaulLöbe-Hauses und des Willy-Brandt-Hauses setzen auf die Kraft der Sonne bei der Stromversorgung. Die Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor ist zweifelsohne zukunftsweisend. Wissenschaftliche Einrichtungen wie das Hahn-Meitner-Institut kooperieren etwa mit Unternehmen wie der Sulfurcell Solartechnik GmbH in Adlershof.

Technikführung in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark

Warum muss ein Schwimmbad schließen? Welche technischen Probleme können auftauchen? Warum hat das Wasser welche Temperatur? Warum riecht es nach Chlor und wieviel Energie verbraucht so ein Schwimmbad? Fragen über Fragen, die über das reine Schwimmvergnügen hinausgehen. Antworten geben die Berliner Bäder-Betriebe bei ihrer technischen Führung durch die Schwimm- und Sporthalle im Europasportpark. Dort erfahren die Besucher auch, was Legionellen sind und wo sie herkommen.

Samstag, 26. Juni, 14 Uhr. SSE, Paul-Heyse-Straße 26, 10407 Berlin. Anmeldung Herr Dille, 030-42 18 65 51. Eintritt frei. Keine Tickets erforderlich.

Das Energieforum Berlin am Ostbahnhof

Ein architektonisch reizvoller Ort zum Thema Energie und Umwelt ist das Energieforum Berlin, das auf dem Grundriss des historischen Zentrallagers der städtischen Gaswerke entstanden ist. Der mächtige Bau mit seinem futuristischen, tunnelartigen Eingang ist nicht nur eine gelungene Kombination von Baudenkmal und neuer Architektur, sondern auch ein Beispiel für zukunftsweisende Energiekonzepte. Lüftung, Beleuchtung und Energieversorgung stehen dabei im Mittelpunkt. Entwickelt wurde das Projekt von dem Architektenbüro Bothe, Richter & Teherani. Das Energieforum Berlin wird auch gerne für Veranstaltungen genutzt.

Dienstag, 29. Juni, 11 und 14 Uhr. Tickets 3 Euro im Schaustelle-Vorverkauf.

Die Energiezentrale der Schering AG

Mitten im großen Schering-Komplex in Wedding liegt die Energiezentrale des Unternehmens. Die Anzahl der in diesem Industriekraftwerk erzeugten Energieträger entspricht dem Bedarf des Werkes für Heizung, Klimatisierung, Forschung und Entwicklung. Dampf, Heißwasser, Klimawasser, Strom, Druckluft, Kühlwasser und vollentsalztes Wasser werden selber hergestellt, Stickstoff und Trinkwasser werden aufbereitet. 50 Prozent des benötigten Stroms müssen noch hinzugekauft werden. Die Erzeugung einiger Energieträger erfolgt über die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Strom ist dabei ein „Abfallprodukt“. R.B.

Montag, 28. Juni, 10 Uhr; Donnerstag, 1. Juli, 10 Uhr. Tickets: 3 Euro im Schaustelle-Vorverkauf.

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