Zeitung Heute : Enttäuschung und Respekt

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Ich habe diese Entscheidung mit Respekt, aber auch mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Denn Matthias Platzeck und ich haben in den letzten Monaten intensiv – und ich darf sagen auch sehr gut – zusammengearbeitet. Uns hat geeint die Idee, dass wir Deutschland verändern müssen. Wir haben die große Koalition als Chance begriffen.“

Unionsfraktionschef Volker Kauder: „Die Entscheidung von Matthias Platzeck zurückzutreten war richtig. Für die anstehenden Reformprojekte der Regierung – die Gesundheitsreform, die Unternehmenssteuerreform und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit – sind zwei starke Partner nötig.“

FDP-Chef Guido Westerwelle: „Ich zolle Matthias Platzeck Respekt für seine Entscheidung. Ich weiß nicht, ob es wirklich gesundheitliche Gründe alleine sind, oder ob auch politische Gründe eine Rolle spielen.“

SPD-Fraktionschef Peter Struck: „Es kommt eine schwere Zeit auf uns zu. Ich glaube schon, dass die Partei verstört sein wird.“

Grünen-Chefin Claudia Roth: „Die Entscheidung zum Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen zeugt von Verantwortung gegenüber der eigenen Person und Partei.“

Bayerns SPD-Chef Ludwig Stiegler: „Das war wirklich, wie wenn man plötzlich den Unfall eines nahen Angehörigen erlebt und Abschied nehmen muss von einer Hoffnung, auf die man Großes gesetzt hat.“

Linkspartei-Chef Lothar Bisky: „Ich wünsche Matthias Platzeck Gesundheit, und dass er bald wieder auf die Beine kommt.“

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