Zeitung Heute : „Er fehlt jetzt schon“

Freunde und Wegbegleiter aus Politik und Sport trauern um Max Schmeling

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Horst Köhler, Bundespräsident: „Mit Max Schmeling verliert Deutschland einen beeindruckenden Menschen. Max Schmeling war eine herausragende Persönlichkeit: Anstand und Fairness, Menschlichkeit und Bescheidenheit zeichneten ihn ebenso aus wie sein Engagement für das Gemeinwohl. Wir sind dankbar für alles, was Max Schmeling geleistet hat und für die Art und Weise, wie er mit Erfolg, Ruhm und Ansehen umgegangen ist.“

Gerhard Schröder, Bundeskanzler: „Schmeling zeichnete sich durch Fairness, Bescheidenheit und Untadeligkeit aus. Er war frei von Allüren. Mir wird der Sportler und Mensch Schmeling unvergessen bleiben. Er war ein Star, und doch ist ihm der Ruhm nicht zu Kopf gestiegen. Schmeling war weit über die Grenzen Deutschlands als Mensch und Privatmann hoch geschätzt und geachtet.“

Otto Schily, Bundesinnenminister: „Max Schmeling hat ein biblisches Alter erreicht. Sein Tod ist ein sehr schmerzlicher Verlust, zumal er gerade am Samstag beim Ball des Sports in Frankfurt mit der Goldenen Sportpyramide ausgezeichnet werden sollte.“

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Mit ihm haben wir einen großen Sportler verloren, der seine einzigartige Popularität weit über die Grenzen Deutschlands hinaus vor allem seiner von Fairness und Bescheidenheit geprägten Lebenshaltung verdankt.“

Ole von Beust, Oberbürgermeister von Hamburg: „Er war der populärste deutsche Sportler aller Zeiten. Und sein Ruhm verblasste nicht, weil er so einzigartig war und doch so normal, weil er zu aufrecht war für jede Art von Verherrlichung und doch seinen Erfolg genoss, weil er ein hamburgischer Lausbub war – wie er selbst einmal sagte – und zugleich ein Mann von Welt.“

Angela Merkel, CDU-Vorsitzende: „Max Schmeling war nicht nur ein außergewöhnlicher Sportler, sondern auch ein mutiger deutscher Patriot. Während der schrecklichen Zeit des Nationalsozialismus bewahrte er zahlreiche Juden und Regimegegner vor der Deportation in Konzentrationslager.“

Edmund Stoiber, Ministerpräsident von Bayern: „Max Schmeling war der einzige deutsche Boxweltmeister aller Klassen. Seine phänomenalen Siege und seine Größe in der Niederlage machten in zu einer Ausnahmeerscheinung in Deutschland und zum erfolgreichen Botschafter unseres Landes in der Welt.“

Klaus Steinbach, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees: „Mit ihm verlieren wir eine der ganz großen, wenn nicht die größte Sportführungsfigur, was den Vorbildcharakter anlangt. Er war einer der ganz wenigen Jahrhunderthelden, die gerade zum deutschen olympischen Sport eine enge Bindung hatten. Wir sind ihm sehr dankbar, nicht nur für seine finanziellen Zuwendungen. Er hat den Nachwuchssport auf seine ganz besondere Weise gefördert.“

Walther Tröger, NOK-Ehrenpräsident: „Max Schmeling gehört zu den Unsterblichen und wird immer seinen Platz im Herzen des deutschen Sports haben. Die Stiftung Deutscher Sporthilfe verliert mit ihm einen ihrer treuesten Begleiter und Förderer.“

Witali Klitschko, Schwergewichtsweltmeister: „Mein Bruder Wladimir und ich haben einen engen Freund verloren. Wir sind sehr betroffen. Max Schmeling war für uns ein Mentor, der uns immer wieder Ratschläge und wertvolle Tipps gegeben hat.“

Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes: „Mit Max Schmeling verliert der deutsche Sport sein ältestes Idol, das als Symbol für Leistung, Sportsgeist, Fair Play, Ehrlichkeit und Zielstrebigkeit galt. Schmeling genoss noch in hohem Alter Anerkennung sowohl bei Älteren als auch bei Jüngeren, weil er es verstand, auch nach seiner sportlichen Laufbahn als Sympathieträger aufzutreten und gerade jungen Menschen die sozialen Werte des Sports zu vermitteln.“

Thomas Bach, IOC-Mitglied: „Max Schmeling bleibt Idol und Vorbild – über seinen Tod hinaus.“

Hans-Ludwig Grüschow, Sporthilfe-Vorsitzender: „Der Jahrhundertsportler, als Boxer eine Legende, als Mensch ein Vorbild für Generationen, hat für die Sporthilfe als Kuratoriumsmitglied und Ehrenmitglied seit 1967 Spenden von über einer Million Euro bereitgestellt. Mit Max Schmeling verlieren wir einen großartigen Freund.“

Uwe Seeler, Ehrenspielführer der Fußball-Nationalmannschaft: „Ich kann mich vor so einem Menschen nur verneigen, der mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben ist. Er war mein Vorbild, nicht nur im sportlichen, auch im menschlichen Bereich. Er wollte unbedingt Hundert werden, das hätte ich ihm gegönnt.“

Klaus-Peter Kohl, Box-Promoter: „Er war schon zu Lebzeiten eine Legende. Für mich war er der größte Sportler, der je gelebt hat.“

Dariusz Michalczewski, Boxprofi: „Das haut mich völlig um.“

Michael Schumacher, Formel-1-Weltmeister: „Selbst wenn ich ihn nie kennen gelernt habe, habe ich sein Leben aus der Ferne wahrscheinlich genauso beobachtet wie jeder andere Sportfan. Er war (...) ein Mann mit festen Prinzipien. Er fehlt jetzt schon.“

Udo Lindenberg, Sänger: „Max Schmeling – ein großer Sportler, der das Unmögliche möglich gemacht hat.“

dpa, ddp

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