Zeitung Heute : Erdgasauto: Gelbe Erdgas-Engel

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Zu einem besonderen Spektakel versammelten sich im letzten Dezember 30 gelb lackierte Fiat Multipla auf dem Gendarmenmarkt, um als Straßenwachtfahrzeuge übergeben zu werden. Sie waren keine normalen Multipla, sondern ausnahmslos Multipla Bipower. Das sind Autos, die sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin fahren können - bivalente Erdgasautos also, mit denen man auch dort fahren kann, wo es keine Erdgastankstellen gibt. Der Multipla Bipower gehört zu den Fahrzeugen, die heute schon mit kompletter Erdgastechnik vom Band rollen, also nicht vor der Auslieferung an den Kunden nachgerüstet werden müssen. Und wer in diesen Wochen auf den Autobahnen unterwegs ist, begegnet den ADAC-Multiplas rund um Berlin, Hamburg, München/Augsburg und Düsseldorf/Duisburg/Oberhausen immer wieder im täglichen Einsatz.

Mit jedem Kilometer, den sie unterwegs sind, leisten sie einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz. So erspart jedes dieser Erdgasautos bei 30 000 Kilometer Jahresfahrleistung der Umwelt 1,2 Tonnen Kohlendioxid. Und auch von erheblichen Mengen an Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen, Partikeln und Benzol wird die Umwelt entlastet. Doch ebenso wichtig ist, dass der ADAC mit den 30 Multipla Bipower auch ein klares Signal für Erdgasfahrzeuge gesetzt hat. Denn ihre Fahrer werden bei der Pannenhilfe auch auf Erdgas angesprochen. Und als ausgebildeten Kraftfahrzeugmeistern fällt es ihnen nicht schwer, alle Fragen rund ums Erdgas zu beantworten.

Nicht nur über Erdgasautos geredet, sondern damit auch gefahren wird auch bei der Gasag. Mit derzeit 120 Fahrzeugen ist sie sogar der derzeit größte Flottenbetreiber von Erdgasfahrzeugen in Deutschland. Bereits 1995 wurden bei der Gasag die ersten damals verfügbaren Erdgasautos eingesetzt, unter anderem VW-Polos, die von der Berliner Ingenieurgesellschaft IAV umgerüstet wurden. Schon bald wird die Gasag-Erdgasflotte 150 Mitglieder zählen - und damit ebenso wie die 30 ADAC-Fahrzeuge mit gutem Beispiel für diese umweltfreundliche Technik vorangehen, für die sich in Berlin und seinem Umland inzwischen rund 350 weitere Nutzer entschieden haben.

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