ERKLÄRUNG VON KARL-THEODOR ZU GUTTENBERG : ERKLÄRUNG VON KARL-THEODOR ZU GUTTENBERG

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat am Freitag an seinem Berliner Dienstsitz eine Erklärung zu den Plagiatsvorwürfen abgegeben. Sie hat folgenden Wortlaut: „Für diese Stellungnahme bedurfte es

keiner Aufforderung, und sie gab es auch nicht. Meine von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat, und diesen Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir. Sie ist über etwa sieben Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden, und sie enthält fraglos Fehler, und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten. Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht oder bewusst die Urheberschaft nicht kenntlich gemacht. Sollte sich jemand hierdurch oder durch inkorrektes Setzen und Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt 1300 Fußnoten und 475 Seiten verletzt fühlen, so tut mir das aufrichtig leid. Die eingehende Prüfung und Gewichtung dieser Fehler obliegt jetzt der Universität Bayreuth, und ich werde selbstverständlich aktiv mithelfen, festzustellen, inwiefern darin ein wissenschaftliches – und ich betone ein wissenschaftliches – Fehlverhalten liegen könnte. Ich werde gerne bis zum Ergebnis dieser Prüfung vorübergehend – ich betone vorübergehend – auf das Führen des Titels verzichten – allerdings nur bis dahin. Anschließend würde ich ihn wieder führen. Ich werde mir keine anderen Maßstäbe anlegen, als ich sie bei anderen angesetzt hätte. Jede weitere Kommunikation zu diesem Thema werde ich von nun an ausschließlich mit der Universität Bayreuth führen. Die Menschen in diesem Lande erwarten, dass ich mich um das fordernde Amt des Verteidigungsministers mit voller Kraft kümmere, und das kann ich auch. Wir stehen vor einer historischen Bundeswehr-Reform, und ich trage die Verantwortung für die Soldaten im Einsatz, wie ein Ereignis am heutigen Tag wieder einmal mehr auf bittere Weise zeigt. Herzlichen Dank.“AFP

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben