Ernährung : Lebensmittel halten gesund

Im Jahr 2050 liegt die Lebenserwartung der Männer in Deutschland bei 82 Jahren, die der Frauen bei knapp 87 Jahren. Daher wird es immer wichtiger, altersabhängige Krankheiten weiter zurückzudrängen. Hierbei kommt der Ernährung eine bedeutende Rolle zu: So sollen die Lebensmittel möglichst Herz-Kreislauf-Leiden und Krebserkrankungen vorbeugen und Alterungsprozesse verlangsamen. Bereits heute laufen viele Anstrengungen, gesunde Komponenten zu identifizieren und als Ergänzungsmittel zur Nahrung anzubieten oder Lebensmittel damit anzureichern. Denkbar ist auch, durch Ernährung etwa gezielt den Cholesterinspiegel zu senken oder bestimmte Lebensmittel bei Unverträglichkeiten zu meiden. So entsteht ein individueller Speiseplan, der auch genetische Veranlagungen für bestimmte Krankheiten berücksichtigt.

Kommen bis 2050 die Ernährungskapseln also doch auf Rezept? Nein, denn es kommt nicht so sehr auf einzelne Komponenten, sondern auf ein möglichst optimales Zusammenspiel der Lebensmittelbestandteile an. Selbst „gesunde“ Komponenten in zu hohen Konzentrationen können nachteilige Wirkungen haben. Auch 2050 wird Essen ein Genuss sein.

Andrea Hartwig (49) ist Professorin für Lebensmitteltechnologie und leitet die Kommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft

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