Zeitung Heute : Es geht auch in die Tiefe

Wie eine DVD funktioniert

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Eine DVD ist genauso groß wie eine CD, mit einem Durchmesser von 12 Zentimetern und einer Dicke von 1,20 Millimetern. Die Informationen sind ebenso spiralförmig angelegt wie auf einer alten Schallplatte, bei der der Tonarm langsam immer weiter nach innen wandert. Nur, dass bei den DVDs (wie bei CDs) der Laser in der Mitte der Scheibe zu lesen beginnt und dann nach außen wandert. Die Daten sind dabei wie bei einer CD in sogenannten „Pits und Lands" auf der DVD gespeichert. Das sind winzige Erhöhungen und Vertiefungen, die mit einer Metallschicht überzogen sind und so den abtastenden roten Laser unterschiedlich reflektieren.

Die maximale Speicherkapazität einer DVD beträgt zurzeit 17,08 Gigabyte. Dass eine DVD bei gleicher Größe so viel mehr speichert als eine CD, hat mehrere Gründe: Zum einen liegen die Pits und Lands doppelt so nah beieinander wie auf einer CD, bei einer Umdrehung kommen also doppelt so viele Informationen am Abtastlaser vorbei. Gleichzeitig liegen die einzelnen Spuren enger beieinander. Für diese Feinarbeit sind deshalb präzisere Laser nötig als in CDPlayern. Außerdem können auf einer DVD zwei Schichten von Informationen übereinander liegen. Der Laser wird leicht gekippt und sieht somit durch die obere Schicht hindurch. Und dann kann man die DVD im Gegensatz zur CD auch noch umdrehen, so dass insgesamt bis zu vier Informationsschichten zur Verfügung stehen.

DVDs halten sich, theoretisch, 30 bis 70 Jahre–bei optimaler Lagerung.

Seit einiger Zeit gibt es auch DVD-Brenner und DVD-Rekorder, die es ermöglichen, Fernsehsendungen aufzunehmen oder DVDs zu kopieren. Da Letzteres häufig eine Verletzung des Urheberrechts darstellt, sollen Schutzmechanismen das Kopieren verhindern: Eine Technik namens „Macrovision“ unterbindet bei den meisten DVDs ein einfaches Überspielen auf Videokassette, andere Systeme wie „Content Scrambling System“ (CSS) sollen es unmöglich machen, digitale 1:1-Kopien von DVDs herzustellen. Doch wie so oft sind diese Schutzeinrichtungen ein Wettrennen: zwischen den Programmierern, die sie entwickeln, und den Hackern, die Möglichkeiten finden, sie zu umgehen.

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