Zeitung Heute : Esmahan Aykol, Autorin

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Frühstück.

2. Zu Hause: Fernsehen im Bett. Und zwar türkische Liebesschnulzen der 60er Jahre.

3. An Krimis: Dass das Böse genauso zum

menschlichen Dasein gehört wie das Gute.

4. An Istanbul: Auf der Bosporus-Fähre Tee trinken und die Stadt aus der Ferne betrachten.

5. An der Türkei: Dass es in der Politik keinen

Unterschied zwischen Wirklichkeit und Fiktion gibt.

6. An Berlin: Die vielen Dörfer, die man heute als Stadtteile bezeichnet.

7. An Deutschland: Die Sprache. Ich habe sie erst im

Alter von 28 Jahren erlernt.

8. An meinem Leben: Dass ich einen Mann gefunden habe, der mich liebt.

9. Und sonst…: Kuttelsuppe mit viel Essig.

10. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

Der Krieg ist beendet.

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Ich hasse Wecker.

2. Beim Schreiben: Wenn ich lauter Gedanken zum Aufschreiben habe, der Körper aber nicht mitspielt.

3. An Krimis: Die Besten enden zu schnell.

4. An Istanbul: Vor lauter Freunden und

Vergnügungssucht kommt man nicht zum Arbeiten.

5. An der Türkei: Alles ist ungewiss, jegliche

Zukunftsplanung unmöglich. Es gibt keinen Halt.

6. An Berlin: Die geographische Lage. Die Stadt liegt zu sehr im Osten.

7. An Deutschland: Sabine Christiansen.

8. An meinem Leben: Fortwährend Kalorien zu zählen und schreckliche Diäten zu machen.

9. Und sonst…: Doppelzüngige Menschen, bei denen man nie weiß, woran man ist.

10. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte:

Sie haben zugenommen.

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