Zeitung Heute : ESSAYFILME

Verlorenwasser

Markus Raska

In vier filmischen Ausflügen erzählt Peter Roloff von der Gegend um Verlorenwasser, das rund 100 Kilometer von Berlin entfernt gelegene Bächlein nebst Dorf. Film eins und zwei entstanden kurz nach der Wende. Während die Wahllokale 1990 ruhig daliegen, herrscht Hektik im Äther. Der zweite Teil erforscht die Nachwendezeit. Teil drei ist ein wahres Kleinod: Die Verknüpfung einer russischen Reiseerzählung mit der Bildebene als schwarz-weißer Kompilationsfilm ist voller Humor. Der vierte Teil konzentriert sich auf die Gegenwart und die Menschen. Während die ersten beiden Teile sich aus ihren stilistischen Fesseln nicht befreien können, gelingt im dritten Kurzfilm die Einheit von Form und Geschichte und im vierten die ruhige und kluge Annäherung an die Menschen. Spurensuche in einer verlorenen Landschaft. Markus Raska

„Verlorenwasser“, D 1990– 2010, 100 Min., R: Peter Roloff

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