Zeitung Heute : Europa will Finanzkrise abwehren

Berlin - Nach den USA sucht auch Europa nach gemeinsamen Lösungen zur Bewältigung der Finanzkrise. Am heutigen Sonnabend kommen die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien in Paris zusammen. Die französische Idee eines eigenen europäischen Rettungsfonds von 300 Milliarden Euro stieß vorab jedoch auf wenig Zuspruch. Vor allem von deutscher Seite wird die Idee abgelehnt, aber auch die Europäische Zentralbank hält einen solchen Schritt für unnötig.

Mit Spannung wurde am Freitag erwartet, ob das US-Rettungspaket von umgerechnet rund 500 Milliarden Euro nach dem Senat im zweiten Anlauf auch das Repräsentantenhaus passieren würde. Die Vorsitzende dieser Kammer, Nancy Pelosi, zeigte sich optimistisch. Der Wall Street gab das Auftrieb: Der Dow-Jones- Index der wichtigsten US-Unternehmen legte zu Handelsbeginn leicht zu. Auftrieb gab auch die Nachricht, dass die angeschlagene Regionalbank Wachovia einen Käufer gefunden hat: Die US-Bank Wells Fargo übernimmt das Institut für umgerechnet elf Milliarden Euro.

In Deutschland stieß am Aktienmarkt auch die Nachricht auf Wohlwollen, dass das Rettungspaket für die Hypo Real Estate (HRE) festgezurrt wurde. Der wichtigste deutsche Index Dax blieb auf Vortagsniveau und folgte damit den asiatischen Börsen nicht nach unten. Der wichtigste Index des Kontinents, der japanische Nikkei, war zuvor auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen. Vor allem die Aktien der japanischen Autohersteller verloren massiv an Wert. Tsp

Zum Thema: www.tagesspiegel.de

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben