Zeitung Heute : FAMILIENDRAMA

Le Passé – Das Vergangene.

Wieder ein Paar, das sich scheiden lässt. Wieder eine Familie, die es schier zerreißt, obwohl alle es gut meinen. Wieder ein Film, in dem es den Zuschauer zerreißt, weil man sie alle nur zu gut versteht: die Frau, die einen Neustart mit ihrem nächsten Lebensgefährten will, ihren NochEhemann, der zum Scheidungstermin aus Teheran anreist, die Tochter, die keinen Stiefvater will und eine Verzweiflungstat begeht, überhaupt die Kinder in dieser Patchworkfamilie, die wissen wollen, wo jetzt bitte ihr Zuhause ist. Für sein iranisches Scheidungsdrama „Nader und Simin“ gewann Asghar Farhadi 2012 einen Oscar, jetzt hat er erstmals im Ausland gedreht, in Paris. „Le Passé“ ist wieder großes Schauspielerkino, behutsam, präzise in Szene gesezt. Auch wenn Farhadi mit den französischen Akteuren sichtlich ein wenig fremdelt. Bewegend. Christiane Peitz

F/I 2013, 125 Min., R: Asghar Farhadi, D: Bérénice Bejo, Ali Mosaffa, Tamar Rahim

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