Zeitung Heute : Fantastische Karrieren

Ein Studium öffnet alle Türen für die Arbeitswelt von morgen

Norbert Bensel

Der Studienbeginn ist eine aufregende Zeit: Viele Studienanfänger sind vielleicht gerade zuhause ausgezogen, haben sich für eine neue Stadt - und für ein Studienfach entschieden, in das sie in den nächsten Jahren sehr viel Energie investieren werden. Verständlicher Weise kann die derzeitige Situation auf dem Arbeitsmarkt die Anfangseuphorie trüben, so dass sich mancher fragt, ob sich ein Studium heute überhaupt lohnt. Diese Frage will ich mit einem klaren Ja beantworten. Ein Studium bietet dem, der es mit Engagement und Fleiß aufnimmt, die beste Eintrittskarte in die Arbeitswelt und eröffnet zahlreiche berufliche Chancen.

Berufsbilder sind einem ständigen Wandel unterlegen. Durch den Vormarsch von Informationstechnologie und Dienstleistungsbedarf sowie das Zusammenwachsen der nationalen Märkte hat dieser Wandel eine besondere Bedeutung erhalten: Der Produktionsfaktor des 21. Jahrhunderts steckt in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Kapital der Unternehmen ist Wissen. Da dieses sich stets verändert, sind auch die Anforderungen an Mitarbeiter gewachsen. Eine Ausbildung bildet heute längst nicht mehr alle Kenntnisse ab, die im Laufe eines Berufslebens relevant sind. Der Bedarf „lebenslang zu lernen“ ist in allen Branchen gestiegen.

Auf der Suche nach Fachleuten

Lernen lernen – das ist eine wichtige Botschaft an die Studierenden. In der Wirtschaft werden junge Leute gebraucht, die diese Fähigkeit mitbringen. Leider entscheiden sich in Deutschland, verglichen mit anderen Staaten, noch zu wenige Schulabgänger für ein Hochschulstudium. Die aktuelle Studie der OECD zeigt, dass darunter die Produktivität eines Landes dauerhaft leidet. Langfristig können wir auch in Deutschland unsere wirtschaftliche Leistung nur durch qualifizierten Nachwuchs gewährleisten. Die demographische Entwicklung lässt befürchten, dass wir in nur wenigen Jahren ein großes Problem haben werden, in manchen Branchen geeignete Fachkräfte zu finden. Auf der anderen Seite heißt das: Wer jetzt eine qualifizierte Ausbildung beginnt, für den können sich in wenigen Jahren fantastische Karrierewege eröffnen.

Es ist das gemeinsame Interesse von Wirtschaft und Wissenschaft, Studierende berufsqualifizierend auszubilden. Ein wichtiger Impuls ist die Umstellung bisheriger Diplom- und Magisterstudiengänge auf Bachelor und Master. BA und MA sind international anerkannte Abschlüsse mit einem höheren Praxisbezug als bisher. Mit einem Bachelor-Abschluss kann ein Absolvent problemlos sofort in den Beruf einsteigen – und kann nach einiger Zeit der Berufstätigkeit auch noch einen zusätzlichen Masterabschluss an einer Hochschule absolvieren.

Schnell in die Praxis

Als zukunftsorientiertes Unternehmen sucht die Deutsche Bahn AG stets nach qualifiziertem und engagiertem Nachwuchs. Für Hochschulabsolventen bieten wir interessante Karrierechancen. Junge Akademiker werden schnell in die Praxis eingeführt und übernehmen nach kürzester Zeit Verantwortung. Es lohnt sich auch, die Bahn bereits während des Studiums durch ein Praktikum kennen zu lernen. Interessierte können sich im Internet unter www.bahn.de /karriere informieren und dort ihre Ansprechpartner finden.

Von derzeitigen Arbeitsmarktprognosen und Zahlen sollte sich niemand von einem Studium abschrecken lassen – im Gegenteil. Nur mit einer fundierten Ausbildung stehen Karrierewege offen – dies gilt für die Wirtschaft genauso wie die Wissenschaft und den öffentlichen Dienst. Ich gratuliere den neuen Studierenden der Humboldt-Universität zur Wahl einer Hochschule, die für ihr sehr gutes Renommee bekannt ist und wünsche ihnen viel Erfolg!

Der Autor ist Vorstand Personal bei der Deutschen Bahn AG und Mitglied des Kuratoriums der Humboldt-Universität zu Berlin.

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