Zeitung Heute : FANTASY–ACTION

Conan the Barbarian

Früher, als Arnie noch „Conan“ war, ging das so: Conan mochte dich, dann wurde getrunken und gevögelt. Oder Conan mochte dich nicht, dann war die Rübe ruckzuck ab. Klare Verhältnisse. In unseren modernen, politisch-korrekten Zeiten möchte Conan jetzt auch mal seine Gefühle verbalisieren („Ich hasse Sklavenhalter!“). Sicherheitshalber lässt er das gerettete Sklavenmädchen aber erst mal über Nacht gefesselt. Es sind genau solche sinnlosen Kleinigkeiten, die den neuen Conan zum Schlechte-Laune-Film machen. Regisseur Markus Nispel hat einen Plot konstruiert, der keinen Sinn ergibt (irgendwas mit einer Maske, die mit Jungfrauenblut aktiviert wird und Weltherrschaft garantiert). Auch visuell ist das ganze Desaster trotz 3D nichts wert, selbst die überaus brutalen und blutigen Actionszenen sind schaurig gefilmt. Grauslich. Lutz Göllner

USA 2011, 112 Min., R: Markus Nispel, D: Jason Momoa, Rachel Nichols, Stephen Lang

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