Fashion Week : Was sich ändert, was bleibt

Die Mercedes-Benz Fashion Week hat sich zu einer Institution entwickelt, genau wie die Fachmessen Premium und Bread & Butter. Doch es kommen auch neue Events hinzu.

Die Mode rückt weiter ins Zentrum. Das Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week steht von 6. bis 9. Juli direkt am Brandenburger Tor. Damit kehrt die Fashion Week an ihren Ursprungsort zurück, wo sie vor vier Jahren ihre Erfolgsgeschichte begonnen hat. Bei den beteiligten Marken herrscht Kontinuität: Hugo Boss, Strenesse, Rena Lange und Lala Berlin zeigen ihre neuen Kollektionen. Das Berliner Label Kaviar Gauche ist in dieser Saison nicht dabei.

Die Mercedes-Benz Fashion Week hat sich zu einer Institution entwickelt, genau wie die Fachmessen Premium und Bread & Butter. Die feiert diese Saison zehnjähriges Jubiläum und lädt deshalb nicht nur die Fachbesucher zu den abendlichen Partys und Konzerten auf dem Gelände des Tempelhofer Flughafens ein, sondern erstmals auch Berliner.

Drumherum gibt es auch in diesem Juli zahlreiche andere Messen. Einige kommen neu dazu, andere haben aufgegeben. Erst gestern teilte die Ökomodemesse The Key.to mit, dass ihre geplante Sommerveranstaltung ausfallen wird. Was keineswegs bedeutet, dass nachhaltig produzierte grüne Mode während der Berliner Modewoche keine Rolle mehr spielt. Ganz im Gegenteil: Die Luxusmesse Greenshowroom stärkte kürzlich ihre Position. Sie wurde von der Messe Frankfurt übernommen, einer der wichtigsten Messegesellschaften Deutschlands. Die neuen Eigentümer versicherten, dass das erfolgreiche Konzept mit den Veranstalterinnen Magdalena Schaffrin und Jana Keller fortgeführt werden solle.

Ganz neu in Berlin ist die Modemesse In Fashion, eine Dependance der gleichnamigen Münchener Veranstaltung. Auch im Radialsystem, wo die Messe ihr Quartier bezieht, wird „Green Glamour“ ein großes Thema sein.

Aus New York kommt die Messe Capsule, die in der Alten Münze Herren- und Damenkollektionen von etwa 60 hochwertigen internationalen Labels wie Wood Wood und Maharishi zeigt und inzwischen auch in Paris und Los Angeles stattfindet. Ebenfalls aus New York kommt Stardesigner Marc Jacobs. Er wird den Sieger des von Peek & Cloppenburg ausgelobten Nachwuchspreises „Designer for Tomorrow“ auszeichnen.

Um den Berliner Nachwuchs kümmert sich zum zweiten Mal der vom Senat ausgerichtete Wettbewerb „Start your Fashion Business“. Die drei Finalisten stehen bereits fest: Issever Bahri, Hien Le und Augustin Teboul kämpfen um den mit 25 000 Euro dotierten Hauptpreis.

Nachwuchs und Grüner Mode geht es also gut. Schlechter steht es um das Wäschesegment: Nach der Messe Boudoir wurde auch die 5 Elements wegen zu weniger Aussteller abgesagt. Wie schon viele andere Veranstalter vor ihnen kündigten sie an, es im Januar noch einmal versuchen zu wollen.

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