Zeitung Heute : Fast ein wenig übermütig

Der Brandenburger Hof in Schöneberg hat sein Gesicht verändert

Bernd Matthies

Auch edelste Hotels brauchen manchmal eine kleine Auffrischung – der Brandenburger Hof in der Eislebener Straße in Schöneberg hat sich sogar einer recht großen unterzogen. Inhaberin Daniela Sauter stellte am Donnerstagabend zur Küche von Bobby Bräuer und den Jazz-Chansons von Katja Riemann die neue Optik ihres Luxushotels vor, das außerdem aus der edlen Vereinigung „Relais&Chateaux“ in die noch edlere Vereinigung „Small Luxury Hotels of the World“ wechselt. Um deren hohem Anspruch gerecht zu werden, hat sie nicht nur einige Zimmer zu größeren Suiten zusammengelegt, sondern auch viel Geld in die Umgestaltung des Erdgeschosses investiert - insgesamt eine „kleine siebenstellige Summe“, wie Direktor Markus Otto Graf sagte.

Die Designerin Ursula Pochhammer ersetzte den bisher eher gediegenen, sanft brandenburgisierenden Stil der Einrichtung durch eigenwillige Vielfalt: In einem Salon flammen monochrom rote Porträts des spanischen Malers Salustiano, in einem anderen blühen Chrysanthemen auf handgedruckten Seidentapeten im chinesischen Stil, und im dritten wächst an der Wand ein tropischer Garten. Auch das Restaurant „Die Quadriga“ wurde mit meerblauen Wänden, Corinth-Stichen und Kirschholztäfelungen aufgefrischt. Die Bar, bisher im Eingangsbereich der Halle, wich nun in den Hintergrund des Wintergartens; die Halle wirkt so großzügiger. „Unbeschwert, frei und fast ein wenig übermütig“ findet Daniela Sauter den neuen Eindruck, und ihre Gäste schlossen sich an, indem sie bis tief in die Nacht feierten, sehr zu Lasten des Champagnervorrats.

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