Zeitung Heute : Faulheit: Zoologie: Das Faultier - ein Erfolgsmodell

"Etwas Nutzloseres als das Faultier habe ich noch nicht gesehen", lästerte 1526 der spanische Entdecker Fernandez de Oviedoy Valdes über das Pelztier, das nicht nur seine täglichen 15 Stunden Schlaf braucht, auch im wachen Zustand meidet es unnötige Bewegung. Doch obwohl das Faultier zum Aussterben prädestiniert schien, heute ist es eines der häufigsten wild lebenden Säugetiere Südamerikas. Selbst im Ernstfall entschließt es sich nur selten mal zur Flucht, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 6,15 Stundenkilometern wäre das ohnehin ein aussichtsloses Unterfangen. Lieber bleibt das Faultier ganz still hängen und vertraut darauf, nicht bemerkt zu werden. Und als äußerst sinnvoll erweist sich in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass das Viech selbst zur Fellpflege meist zu müde ist, weshalb sich sogar Algen in seinem Fell ansiedeln können - und so das Ihre zur perfekten Tarnung ihres Wirts beitragen.

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