Zeitung Heute : Faustregeln statt Knigge Sieben Tipps, um Fettnäpfchen sicher zu umgehen

Susanne Reinker

Wer ohne jeden Hauch von Benehmen durchs Leben schlurft, der wird es beruflich und privat nicht allzu weit bringen. Das weiß heute wieder jeder – also haben Benimmführer Hochkonjunktur. Wenn man allerdings keine Lust oder Zeit hat, einen Knigge von vorne bis hinten auswendig zu lernen, kann man durch die Beachtung einiger einfacher Faustregeln wenigstens die schlimmsten Fettnäpfe vermeiden:

Der erste Eindruck zählt. Und obendrein bildet er sich in nur sieben Sekunden. Wer da nicht ein Mindestmaß an Freundlichkeit und Interesse ausstrahlt, hat schon verloren.

Die Körpersprache im Griff. Sie können noch so viel Süßholz raspeln – wenn Sie dabei auf Lächeln und Blickkontakt verzichten, nützen Ihnen Ihre sprachlichen Anstrengungen rein gar nichts.

Was man sagt und wie man es sagt. „Supergenialscheiße“ ist ein Sprachniveau, das nicht unbedingt bei jedem Gesprächspartner angesagt ist. Zu viel Ärger oder Langeweile in der Stimme sind nicht empfehlenswert, und „danke“ und „bitte“ immer noch unschlagbare Klassiker.

Nicht zu viel. Zu viel Alkohol, zu viel Handygefummel, zu viel Eigenlob, zu viel Egotrip bringt jeden auf die Verliererseite.

Crashkurs Tischmanieren. Die Todsünden: Schlabbern, Schmatzen, Schlürfen, zwischen den Zähnen pulen, mit vollem Mund reden. Wie man was isst, ist im Vergleich dazu fast nebensächlich.

Klatsch & Tratsch sind tabu. Lästern macht Spaß und bringt immer Lacher. Aber wer gerne schlecht über andere redet, ist bei diskreteren Mitmenschen schnell unten durch.

Die Joker. Aufmerksamkeit, Zuverlässigkeit, ein bisschen Beobachtungsgabe für das, was alle anderen in einer bestimmten Situation tun oder lassen. Und hier und da ein kleines Kompliment.

Die Autorin ist Verfasserin von „Das Job-Lexikon. Erste Hilfe für den Berufsstart“, Beck-Wirtschaftsberater im dtv, 770 Seiten, 19,50 Euro.

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