Zeitung Heute : Feierstunde zur Märzrevolution

Der Tagesspiegel

Mitte. Die Stadtbezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und die „Aktion 18. März“ laden auch in diesem Jahr wieder zum Tag der Märzrevolution von 1848 ans Brandenburger Tor. Dort, auf dem Platz des 18. März, sprechen am kommenden Montag ab 15 Uhr neben Gästen aus Frankreich und Polen Hanna-Renate Laurien, Petra Pau und Werner Schulz sowie Bezirksbürgermeister Joachim Zeller. „Während andere Völker ihre Revolutionen feiern und die Menschen ehren, die für die Sache des Volkes ihr Leben ließen, besteht in Deutschland vergleichsweise wenig Interesse, sich auf die Wurzeln von Freiheit und Demokratie zu besinnen – das muss sich ändern, deshalb gehen wir jedes Jahr an diesem Tag auf die Straße und zeigen Flagge für demokratische Traditionen und revolutionären Geist!“, findet der unermüdliche Initiator Volker Schröder. Seit 1978 erinnert die Aktion an die 48er Ereignisse mit dem Fernziel eines europaweiten Feiertags am 18. März.

Bei der Feierstunde am Montag werden unter anderem „Die Gedanken sind frei“ und Brechts Kinderhymne von allen Teilnehmern gesungen. Danach gehen die Freunde der Revolution zum Friedchof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain, wo ab 17 Uhr an den Gräbern der Märzgefallenen von 1848 Kränze niedergelegt werden. Nach der Begrüßung durch Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer spricht Parlamentspräsident Walter Momper, der einen Kranz niederlegt, sein Grußwort, alle singen kräftig „Trotz alledem!“, und die Gedenkrede hält die polnische Schülerin Anna Furmanczuk vom Erich-Fried-Gymnasium. Lo.

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