Zeitung Heute : Fernsehen für Blinde

Der Tagesspiegel

Gewinner des Hörfilmpreises 2002 des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) sind das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) und der Bayerische Rundfunk (BR). Das teilte der DBSV am Montag in Berlin mit. Die beiden Fernsehsender seien Pioniere des Hörfilms gewesen, hieß es in der Begründung. Es sei wichtig, dass die etwa 655 000 Blinden und Sehbehinderten in Deutschland in das Medium Fernsehen einbezogen würden. Der Preis wurde zum ersten Mal verliehen und sollte am Montagabend von Schauspieler Mario Adorf überreicht werden.

Der Hörfilm arbeitet nach Angaben des DBSV mit der so genannten Audiodeskription. Akustischen Untertiteln vergleichbar, beschreibt eine Audiodeskription in knappen Worten zentrale Elemente von Handlung, Gestik, Mimik und Dekor. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen. 1997 sind acht Hörfilme im Fernsehen ausgestrahlt worden, 2001 bereits 223. „Wir hoffen, dass in sehr naher Zukunft jeden Tag mindestens ein Hörfilm im deutschen Fernsehen gesendet wird“, sagte DBSV-Präsident Jürgen Lubnau. jbh

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