FESTIVAL„Monat der Performancekunst“ : Göttliche Kreaturen

Seit zehn Jahren veranstalten die Performancekünstler Florian Feigl und Jörn Burmester in Berlin einen Performancekunst- Stammtisch. Dort wurde vor zwei Jahren auch die Idee zum „Monat der Performancekunst“ entwickelt. Die Veranstalter haben sich auf die Fahnen geschrieben, mit geballtem Programm ein breites Publikum anzusprechen und die lebendige Performancekunst-Szene Berlins samt ihrer oft unbekannten Orte vorzustellen. Sie haben vor allem Protagonisten zusammengetrommelt, die außerhalb der etablierten Kunstinstitutionen agieren. Den ganzen Monat über sind 100 Projekte von Künstlern aus Berlin und aller Welt an 67 Orten der Stadt zu sehen, samt eines Workshop- und Vortragsprogramms.

Kalle von Karl (Foto) zeigt im Kreuzberg Pavillon (Do 10.5., 20 Uhr) eine Performance zum Thema „God-Watching“ und hat den Alltag auf göttliche Gesten untersucht. Die kubanische Künstlerin Ana Kavalis beschäftigt sich am Freitag und Samstag mit dem Thema Migration und dem Übergang vom Schoß der Familie in die Fremde (F.I.T., Freie Internationale Tankstelle, 21 Uhr). „Anima/Animus“ ist ein einwöchiges Programm mit Videokunst, Live Art, Tanz und Performance, das sich mit Phänomenen des Tierischen, der Kreatur, dem Wilden und dem Gezähmten auseinandersetzt (KuLe Theater, 15.-20.5.). Ein besonderer Höhepunkt ist der „48 Stunden non-stop Performance Marathon“ im Acud, bei dem 62 Künstler im 45-Minuten-Takt zeigen, welche Spielarten die Performancekunst heute bietet. Birgit Rieger

Acud, Veteranenstr. 21, Mitte, Fr 11.5., 18 Uhr bis So 13.5., 18 Uhr non-stop, 3 €, verschiedene andere Orte, Info: www.mpa-b.org

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