Zeitung Heute : FIKTIVE DOKUMENTATION

Stiller Frühling.

Die Berliner Independent-Filmemacher rund um Regisseur Nico Sommer und Hauptdarsteller Tom Lass (Foto) machen etwas andere Filme. Spontan, frei, mit kleinem Team, oft gibt es nicht mal ein Drehbuch. Den Produkten tut das durch die Bank gut. Unverkrampfte Schauspieler und natürliche Dialoge sind die Folge. Und obwohl kostengünstig produziert, sehen die Bilder niemals billig aus. Jakob Lass, der Bruder des Hauptdarstellers von „Stiller Frühling“, hat mit „Love Steaks“ gerade beim Filmfest München gewonnen. „Stiller Frühling“ ist von 2008 und damit eins der frühen Werke aus diesem Kreis. Tom Lass, auch als Regisseur tätig, spielt Sebastian, einen 21-Jährigen, der eine Frau finden will. Dazu bekommt er handfeste Tipps von seinem Opa oder esoterischen Rat bei der Therapeutin. Gedreht ist das im Stil einer Dokumentation, die sich nie zu ihrer Fiktivität bekennt. Martin Schwarzbeck

Campingplatzkino im Prince Charles, Mi 7.8., 21 Uhr

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