Zeitung Heute : FILM NOIR

13 Tzameti

Nadine Lange

Sébastien ist ein 22-jähriger Georgier, der seine Familie in Frankreich mit Handwerksjobs über Wasser hält. Als er gerade das Dach des Gangsters Godon repariert, stirbt dieser an einer Drogenüberdosis. Zufällig eröffnet sich so für Sébastien die Chance, anstelle Godons auf eine sehr viel Geld versprechende Reise zu gehen. Völlig ahnunglos gerät er in ein illegales Turnier, bei dem eine besondere Form des russischen Roulette gespielt wird. Sébastien geht als Nummer 13 (Georgisch: Tzameti) ins Rennen. Das schwarzweiße Debüt des Georgiers Géla Babluani startet etwas behäbig und setzt dann vollkommen auf die Spannung des archaischen Spiels. Babluanis jüngerer Bruder Georges (Foto) verkörpert die Angst des jungen Mannes sehr überzeugen. Und wer möchte, kann „13 Tzameti“ als Parabel auf die Erbarmungslosigkeit des Kapitalismus lesen. Finsterer Thriller. Nadine Lange

„13 Tzameti“, F 2005, 90 Min., R: Géla Babluani, D: Georges Babluani, Aurélien Recoing

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