FILMVORFÜHRUNG IN DEUTSCHLAND : Eventuell doch Verbot möglich

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) glaubt, dass das Schmähvideo über den Propheten Mohammed den öffentlichen Frieden beeinträchtigen könne. „Das islamkritische Video enthält Beschimpfungen, Beleidigungen und Schmähungen, die geeignet sind, den öffentlichen Frieden zu stören“, sagte Friedrich der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Bei einer Störung des öffentlichen Friedens kann eine Aufführung untersagt werden. Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Deutschland“ plant bisher, den Schmähfilm Anfang November in Berlin aufzuführen. Ursprünglich wollte die Bürgerbewegung den Film in einem Kino zeigen. Nach zahlreichen Absagen von Kinobetreibern arbeitet die Bewegung einem „Spiegel“- Bericht zufolge daran, den amateurhaften Film in einer Lagerhalle zu zeigen.

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnte wegen des Films vor Krawallen in Deutschland. Die islamistische Szene könne „zu erheblichen Ausschreitungen

motiviert werden“, zitierte das Magazin aus einem internen BKA-Papier.

Derweil demonstrierten am Wochenende rund dreitausend Muslime in Hannover und Dortmund friedlich gegen das islamfeindliche Video sowie gegen Mohammed-Karikaturen. rtr/AFP

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