Zeitung Heute : Fisch mit Stäbchen

Shop und Bar zugleich: Im „Gaideck“ gibt es künftig Sushi

Rainer W. During

„Die Heinsestraße lebt in sich und ist stark“, sagt Werner Mario Gaideck. Für den Besitzer von „Der Gaideck“ ist sie ein Beispiel dafür, „dass ein Kleinkiez mit guten Fachgeschäften funktionieren kann“. Am 5. April eröffnete er Deutschlands erste Kombination eines klassischen Fischgeschäftes mit einer japanischen Sushi-Bar.

Bisher seien beide Geschäftszweige aneinander vorbei gelaufen, sagt der 44-Jährige. Auf die Idee brachte ihn eine Stammkundin, die auch den Kontakt zum Besitzer des japanischen Restaurants Sakura in der Zehlendorfer Clayallee vermittelte: Neben dem Tresen mit Fisch aus der eigenen Räucherei zaubert Sushi-Meister Kominato nun die fernöstlichen Köstlichkeiten.

Zum Fisch war der gelernte Fleischer Gaideck nach der Wende gekommen. Damals lernte er im Urlaub in Irland Lachszüchter kennen und beschloss, deren Produkte in die deutsche Hauptstadt zu bringen. Innerhalb von 13 Jahren wurde seine Fischbude an der Berliner Straße ein Begriff weit über die Bezirksgrenzen hinaus. Das Feinschmecker-Magazin setzte Werner Mario Gaideck regelmäßig auf die Liste der besten Fischgeschäfte.

Vor zwei Jahren stand der Umzug in die Heinsestraße an. Seitdem ist „Der Gaideck“ auch ein Restaurant mit 30 Plätzen. Fünf Mitarbeiter sind hier beschäftigt, darunter ein Azubi – schließlich leitet der Chef auch die Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer (IHK) für den Fischhandel.

Der Gaideck / Sakura Sushi, Heinsestraße 53,

Telefon 404 80 17

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