Zeitung Heute : Flatrates vor dem Aus: AOL nun auch mit einem Verbindungsbüro in Berlin - T-Online mit neuer Preisstruktur

Im Streit um einen günstigen Internetpauschaltarif hat der Onlinedienst AOL die Bundesregierung zum Eingreifen aufgefordert. Die Regierung müsse die Richtung auch als Mehrheitseigentümer der Telekom vorgeben, sagte der Chef von AOL Deutschland, Uwe Heddendorp, am Dienstag in Berlin, wo der weltgrößte Onlinedienst nun mit einem Verbindungsbüro vertreten ist. Eine Universitätsstudie identifiziert als Hürden bei der Internetverbreitung unter anderem die Telefon- und Hardware-Kosten.

Gleichzeitig kündigte Konkurrent T-Online an, seine Preise für das Surfen im Internet neu zu gestalten. Ein Unternehmenssprecher verwies am Dienstag in Bonn auf eine neue Preisstruktur, die ab 1. März mit "einer Reihe neuer Tarife" gelten soll. Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" soll im Zuge der Tarifreform die Flatrate für den Internetzugang über das analoge und ISDN-Telefonnetz kippen, die monatlich 79 Mark kostet. Dies wurde von dem Sprecher weder bestätigt noch dementiert.

In Deutschland besitzt inzwischen fast jeder vierte Haushalt einen Internetanschluss. Damit liege die Bundesrepublik "bezüglich der absoluten Zahl der Nutzer in Europa weiter an der Spitze", sagte der neue Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth, bei der Vorlage des Jahresberichts 2000 in Bonn. Vor allem im vergangenen Jahr habe zeitgleich mit einer drastischen Verbilligung der Angebote die Nutzung von Internet und Telefon deutlich zugenommen.

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