Zeitung Heute : Folgt Nikolaus Brender Klaus Bresser in den Chefsessel des Mainzer Senders?

Andreas Unger

Nikolaus Brender soll neuer Chefredakteur des ZDF werden. ZDF-Intendant Dieter Stolte bestätigte am Donnerstagabend entsprechende Presseberichte. Der 50-Jährige Brender soll Nachfolger des 63-Jährigen Klaus Bresser werden. Stolte nannte Brender einen "erfahrenen Programm-Macher", dessen bisherige journalistische Stationen im In-Und Ausland ihn als "besonders geeignet für das nationale Fernsehprogramm des ZDF" auswiesen. Bresser wird noch bis Ende März 2000 amtieren. Brender ist seit 1. Janaur 1997 Fernsehprogrammchef beim Westdeutschen Rundfunk (WDR). Fernsehzuschauer kennen ihn als Moderator des ARD-Weltspiegel und als Tagesthemen-Kommentator.

Brender wollte sich am Donnerstag auf Anfrage nicht in eigener Angelegenheit äußern. Es sei noch keine Entscheidung gefallen, ließ er ausrichten. ZDF-Sprecher Walter Kehr wollte die Personalie zunächst "weder dementieren noch bestätigen". Zuerst müsse der ZDF-Verwaltungsrat den Vorschlägen des Intendanten zustimmen. WDR-Sprecher Rüdiger Oppers erklärte: "Wir haben von dem Gerücht gehört. Wenn er gehen sollte, wünschen wir ihm viel Glück."

Im Vorfeld waren einige Namen für die Nachfolge von Klaus Bresser genannt worden, unter anderem Ulrich Deppendorf (Leiter des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin), Intendant Hansjürgen Rosenbauer (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) und Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert.

Die Karriere des im Breisgau geborenen Brender verlief zielstrebig: Nachdem er sein erstes Jura-Staatsexamen abgelegt hatte, volontierte er beim Südwestfunk und der ZEIT. Von November 1984 bis Februar 1989 war er ARD-Auslandskorrespondent in Buenos Aires, bis er im März 1989 als Auslandsprogrammchef zum Westdeutschen Rundfunk nach Köln ging.

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