Zeitung Heute : Forschen, fliegen, Filme machen

Luftfahrtexperten lernen ihr Handwerk in Wildau Mit seinen 15 Hochschulen bietet das Land für jeden Geschmack etwas – man muss sich nur entscheiden können

Bestens bestückt ist die multimediale Bibliothek der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (www.btu-cottbus.de). Die Schwerpunkte der Hochschule liegen in den Bereichen Umwelt, Energie, Material, Bauen sowie Informations- und Kommunikationstechnologie. Foto: picture-alliance/ZB
Bestens bestückt ist die multimediale Bibliothek der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (www.btu-cottbus.de). Die...Foto: picture-alliance/ ZB

Brandenburg erhebt keine Studiengebühren. Und liegt mitten in Europa. Das spürt man spätestens in Frankfurt an der Oder. Denn an der Europa-Universität Viadrina (www.euv-frankfurt-o.de) wird nicht nur über Internationalität geforscht, sie wird auch gelebt, von Studierenden aus 80 Nationen – und einer begleitenden Fremdsprachenausbildung durch Muttersprachler in neun Sprachen.

Abiturienten können in Frankfurt Jura, Wirtschaftswissenschaften oder Kulturwissenschaften studieren – ein Fach mit viel Wahlfreiheit. Aus den Bereichen Kulturgeschichte, Literaturwissenschaft sowie Sprach- und Vergleichende Sozialwissenschaften wählen die Bachelor-Studierenden zwei Schwerpunkte aus. Außerdem absolvieren sie ein Praxismodul, müssen ein Wirtschafts- oder Juramodul belegen, lernen zwei Fremdsprachen und gehen für einige Monate ins Ausland.

Neben neun vom Land getragenen Hochschulen gibt es in Brandenburg auch einige Einrichtungen in freier Trägerschaft. Besonders begehrt sind die Studienplätze an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam (www.hff-potsdam.de). Dort werden unter anderem die Bachelor-Studiengänge Animation, Regie, Drehbuch, Film- und Fernsehproduktion, Sound und Schauspiel angeboten.

Die Hochschule Lausitz (www.hs-lausitz.de) die an den Standorten Cottbus und Senftenberg sitzt, bietet neben vielen technischen Fächern, zu denen unter anderem Maschinenbau, Information und Elektrotechnik gehören, auch den Studiengang Sozialwesen an. Das Studium dauert sechs Semester, Bachelorstudenten können in diesem Fach gleichzeitig mit dem deutschen auch einen polnischen Abschluss machen. Und sollen durch ihr Studium gut auf die Arbeit in internationalen oder interkulturellen Projekten in allen Bereichen der Sozialpädagogik, Bildungsarbeit oder in Freizeit- und Begegnungsprojekten vorbereitet werden.

Immer zum Wintersemester können 25 bis 30 Studierende an der Fachhochschule Potsdam (www.fh-potsdam.de) den Studiengang „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ beginnen. Interessenten sollten ein 13-wöchiges Vorpraktikum absolviert haben. Nach dem Ende des Studiums können sie in Kindergärten, Horten oder Ganztagsschulen arbeiten. Außerdem lernen sie, wie man Öffentlichkeitsarbeit organisiert und Leitungsaufgaben übernimmt.

Die Technische Hochschule Wildau (www.th-wildau.de) bietet unter anderem einen Studiengang an, den Absolventen mit dem Bachelor of Engineering im Bereich Luftfahrttechnik und Luftfahrtlogistik beenden. Die praxisorientierte Ausbildung vermittelt luftfahrtspezifisches Wissen und soll so den Einstieg in den „ingenieurtechnologischen Bereich“ von Fluggesellschaften, Flughafenbetreibern und Abfertigungsunternehmen ermöglichen.

Arbeiten können die Luftfahrtexperten aber auch in Bereichen der Planung, Produktionsvorbereitung und Qualitätssicherung von luftfahrttechnischen Betrieben und Flugzeugherstellern. Ein weiterer möglicher Arbeitgeber ist das Luftfahrtbundesamt.

Wer Spaß an Zahlen hat und gerne in der Verwaltung arbeiten will, kann sich um ein dreijähriges Studium an der Fachhochschule für Finanzen Brandenburg in Königs Wusterhausen bewerben (www.fhf-kw.brandenburg.de), das mit dem „Diplom Finanzwirt (FH)“ abschließt.

Während der Ausbildung sind die Studierenden bereits Beamte auf Widerruf – und erhalten Anwärterbezüge von etwa 975 Euro. Für Nebenjobs bleibt allerdings auch kaum Zeit, denn auf dem vollen, Disziplin erfordernden Stundenplan stehen unter anderem Steuerrecht, aber auch Öffentliches Recht, Privat- und Wirtschaftsrecht. Absolventen sind für den gehobenen Dienst in der Finanzverwaltung qualifiziert.

Fit für den Arbeitsmarkt machen können sich Sportinteressierte an der Universität Potsdam (www.uni-potsdam.de), die den Bachelor of Arts im Fach Sportmanagement anbietet: Der Studiengang soll für Aufgaben in der Sport- Freizeit und Gesundheitswirtschaft qualifizieren.

Die Studierenden lernen alles Wichtige über Sportökonomie, Sportmanagement und Sportwissenschaft und arbeiten eng mit Wissenschaftlern und Führungskräften der relevanten Branchen zusammen. Außerdem kooperiert der Studiengang mit der Wirtschafts-, Sozialwissenschaftlichen und Juristischen Fakultät der Universität Potsdam. Mögliche Arbeitgeber können dann Fitnesscenter, Vereine, Verbände oder Sportmedien sein, aber auch internationale Sportartikelhersteller.

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