Zeitung Heute : Forschen für sozial-politische Reformen

Martha Nussbaum erhält den A.SK-Preis

257801_0_9c4d1c6f.jpg
M. Nussbaum

Die an der Universität von Chicago lehrende Rechtsphilosophin Martha C. Nussbaum erhält am 17. Februar in Berlin den A.SK Social Science Award. Das WZB verleiht ihr den Preis für ihre Arbeiten über die Bedingungen menschlichen Zusammenlebens. Nussbaum entwickelte den von Ökonomie-Nobelpreisträger Amartya Sen entworfenen „capabilities“-Ansatz weiter. Wohlfahrt misst sich danach nicht nur am Einkommen, sondern auch daran, inwieweit eine Gesellschaft den Fähigkeiten von Menschen gerecht wird. Dazu zählen die Fähigkeiten, sich wirtschaftlich zu betätigen und politisch zu engagieren, aber auch, emotionale und kreative Potenziale zu entfalten. Arm ist, wer über diese Fähigkeiten nicht verfügt oder wem deren Ausübung verwehrt wird. Dieser Ansatz ist inzwischen weithin anerkannt und bildet zum Beispiel die Grundlage für den „Human Development Index“, den die Vereinten Nationen ihren globalen Entwicklungsberichten zugrunde legt.

Das WZB vergibt seit 2007 alle zwei Jahre den A.SK Social Science Award. Mit 100 000 Euro gehört der Preis zu den weltweit höchstdotierten Auszeichnungen in den Sozialwissenschaften. Ermöglicht wird er durch die Spende des chinesischen Unternehmerpaars Angela und Shu Kai Chan. Sie finanzieren ebenfalls ein Stipendienprogramm für junge promovierte Wissenschaftler, für das jährlich 50 000 Euro zur Verfügung stehen. Tsp

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar