Zeitung Heute : Forschung: Seltsame Erfindungen

Claudia Lenssen

Pinky hat ein kleines Flugzeug gebastelt. Er ist auf die Idee gekommen, eine alte Videokamera in den Flieger einzubauen, der nun über Häuser hinweg brummt und ihm zeigt, was in Höfen und Gärten passiert. Pinky sitzt dabei gemütlich auf dem Dach seiner Werkstatt und steuert das Flugzeug per Funk. Doch das ist ihm nicht genug. Lieber will er selber sehen, was sich so tut in seiner Stadt. Pinky ist nämlich ein Detektiv. Und richtig! Der erste Auftrag findet sich genau da, wo sein Brummflieger ziemlich unsanft landet.

So beginnt der Film "Pinky und der 1000000 Mops", der seit Donnerstag in vielen Berliner Kinos läuft. Und es geht abenteuerlich weiter. Der Junge kommt seltsamen Geheimnissen und gefährlichen Überfällen im Haus des superreichen Kaufhaus- und Hamburgerbudenbesitzers Morgan auf die Schliche. Immer wieder muss er neue Sachen erfinden und seine Freunde um Hilfe bitten. Fast das Wichtigste ist, dass er Morgans Mops Arnold wiederfindet und dem geizigen Alten klar macht, dass er auch mit Kindern befreundet sein kann.

Ausprobieren, einfach loslegen und die eigenen Spielsachen verbessern - Pinky macht es wie die meisten Kinder-Erfinder. Von denen gibt es viel mehr, als man denkt. Bei Pinky ist es so, dass ihn der Absturz seines Detektivfliegers überhaupt nicht entmutigt. Dann versucht er es eben gleich noch einmal mit einem Hubschrauber. Sein Vorteil ist, dass in der Werkstatt von Punk, seinem schrulligen Pflegevater, allerhand nützliche Bastelteile und Werkzeuge herumliegen.

Im wirklichen Leben suchen sich Kinder-Erfinder oft einen Lehrer, der ihnen weiterhilft. Oder sie gehen in einen Erfinder-Club, von denen es in Deutschland 100 gibt. Manche tun sich auch zusammen und melden eine technische Neuheit beim Wettbewerb von "Jugend forscht" an.

Pinky geht besonders schlau und praktisch mit der Technik um. Selbst die Sachen, die kaputtgehen, helfen ihm noch weiter. Und was passiert mit der motorisierten Kaffeemühle, den Trabis mit Super-Antrieb und dem Hundefutterautomaten im Film? Das wird hier nicht verraten. Aber eins ist mal sicher: Die erwachsenen Erfinder stehen am Ende ziemlich komisch da.

Ein Reißverschluss, der nie mehr klemmt, ein cooler, wassergefüllter Autositz - solche Dinge haben Kinder wirklich schon erfunden. Auch einen Bewegungsmelder am Bügeleisen, damit man nie wieder Löcher in die T-Shirts brennt. Sie haben ihre Ideen sogar beim Patentamt angemeldet und hoffen, dass eine Firma sie nachbaut. Wenn sie Glück haben und jemand ihre Erfindung auf den Markt bringt, verdienen sie damit richtig Geld. Pinky dagegen geht es vor allem um den Spaß. Er schafft es, vom alten Morgan etwas für seine Erfindungen und Forschungen zu bekommen, das sogar mehr wert ist als Geld. Was das ist? Das müsst ihr euch selbst im Kino anschauen!

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