Zeitung Heute : Fortbildung: Der Mega-Hausmeister

Michaela Böhm

Reichstag und Semper-Oper, Charité oder Schulzentren, Behörden und Firmengebäude - ohne einen Manager hinter den Kulissen würde vieles nicht funktionieren. Längst genügt dafür kein Hausmeister mehr. Je nach Größe des Gebäudes sind verschiedene Handwerkerteams zugange, die koordiniert und eingeteilt werden müssen. Das ist Aufgabe des Industriemeisters Gebäudetechnik. Er ist das Bindeglied zwischen Geschäftsführung und technischem Personal. Muss die Klimaanlage eines Bürokomplexes ausgetauscht werden, holt er Angebote ein, erarbeitet einen Organisations- und Zeitplan und koordiniert Teilräumungen und Umbesetzungen der Beschäftigten. Planung, Durchführung, Kontrolle - all das liegt in seiner Verantwortung.

Basis für den Job ist ein technischer Beruf. In der Fortbildung zum staatlichen Industriemeister Gebäudetechnik geht es darüber hinaus um Organisation, Personalführung, Gebäudetechnik, Qualitätsmanagement, Rechtsvorschriften und - last but not least - betriebswirtschaftliches Handeln.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main (t 0 69 - 21 97 - 15 56, Fax: 0 69 - 21 97 - 15 42, www.frankfurt-main.ihk.de) startet in diesem Jahr mit einem zweijährigen berufsbegleitenden Modelllehrgang. Andere Kammern können diesen Lehrgang übernehmen. Darüber hinaus ist es auch möglich, sich den Stoff selbst anzueignen und dann in Frankfurt am Main prüfen zu lassen.

Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs sind eine abgeschlossene Ausbildung in einem technischen Ausbildungsberuf und mindestens ein Jahr Berufspraxis, die Abschlussprüfung in einem anerkannten Beruf und drei Jahre Praxis oder sechs Jahre Berufserfahrung im Bereich Gebäudetechnik. Die Lehrgangsgebühr beträgt rund 8000 Mark.

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