Zeitung Heute : Frankfurter Allee soll schöner werden

Der Tagesspiegel

Friedrichshain. Vor der Wende war die Frankfurter Allee neben der Schönhauser Allee und der Warschauer Straße eine der drei großen Einkaufstraßen Ost-Berlins. Diesen Status hat sie sich bis heute bewahren können, doch muss sie sich gegen starke Konkurrenz behaupten: Alexanderplatz, Ostbahnhof und vor allem die beiden Ringcenter ziehen Kunden und Kaufkraft ab. Doch im Gegensatz etwa zur Warschauer Straße hat sich die Frankfurter Allee bis jetzt ganz gut geschlagen. Etwa 150 Erdgeschossläden gibt es zwischen der Niederbarnim- und der Gürtelstraße, das Ringcenter nicht mitgerechnet. Dazu kommen etwa doppelt so viele Dienstleister, Büros und Arztpraxen in den oberen Etagen.

Das 1994 eröffnete Ringcenter hat bisher nicht dazu geführt, dass die Straße verödet, denn es holt viele Menschen an die Frankfurter Allee, die ohne das Einkaufszentrum überhaupt nicht kommen würden. Für die Seitenstraßen allerdings hat das Ringcenter schlimme Folgen gehabt. Auch an der Frankfurter Allee macht sich bemerkbar, dass die Kaufkraft zu gering ist. Es gibt Leerstand und Schmutz. Dazu kommt die trennende Wirkung des Verkehrs auf der sechspurigen Straße.

Grund genug für das Bezirksamt, ein „Geschäftstraßenmanagement“ ins Leben zu rufen. Die Mittel in Höhe von 70 000 Euro kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung; mit dem Projekt wurde die Stadtmarketingagentur „Komet“ beauftragt. „Aus der Frankfurter Allee kann man etwas machen“, sagt Regina Roß von Komet. Händler sollen unterstützt werden, eine Unternehmensstrategie zu entwickeln. Zudem will man die Bewohner des Samariter- und Boxhagener Viertels ermuntern, die Straße für sich neu zu entdecken. Für den 25. April plant Komet eine Auftaktveranstaltung im Mercure-Hotel.Udo Badelt

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