FRAUEN IM POPEmeli Sandé, Florence Welch, Laura Marling : Auf Umwegen zum Erfolg

In der letzten Woche gehörte dieser Platz den männlichen Alleinunterhaltern in Pop und Rock. Doch die eigentliche Sensation der vergangenen Jahre ist der unaufhaltsame Siegeszug der Frauen im Popgeschäft. Dazu fallen einem natürlich Namen wie Lady Gaga oder Adele ein. Letztere verwies mit ihrem zweiten „21“ Album sämtliche Konkurrenten in die Schranken und legte gleich mal das bislang bestverkaufte Album des 21. Jahrhunderts vor. Doch auch unterhalb der Superstarebene tut sich einiges, wovon man sich nun auf mehreren sehenswerten Konzerten überzeugen kann.

So hat die Britin Florence Welch mit ihrem an Kate Bush erinnerndem Folkpop einen Überraschungserfolg gelandet, der über ihre Heimat hinausreicht. Auch bei uns ist ihr Bandprojekt Florence + The Machine so bekannt, dass der Auftritt in der Columbiahalle seit Wochen ausverkauft ist und man sich wohl bald um Karten für ihr nächstes Konzert am 1. Dezember kümmern sollte. Aus klassischem Songwriterinnenholz ist ihre Landsfrau Laura Marling geschnitzt, die sich furchtlos an Legenden wie Joni Mitchell orientiert und doch völlig zeitgenössisch klingt. In England ist sie natürlich längst eine große Nummer. Schließlich die Afro- Schottin Emeli Sandé (Foto), die sich in der Grime- Szene als Sängerin für Künstler wie Wiley oder Professor Green einen Namen gemacht und vor kurzem ein gefeiertes Solodebüt vorgelegt hat. „Our Version of Events“ wurde in zwei Wochen mehr als 300 000 Mal verkauft und könnte eine der nächsten großen Erfolgsgeschichten weiblicher Popmusik werden. Noch gibt es Karten. Jörg Wunder

Marling: Lido, Fr 23.3., 20 Uhr, 18 €; Welch:

Columbiahalle, Sa 24.3., 21 Uhr, ausverkauft;

Sandé: Festsaal Kreuzberg, Mi 28.3., 20 Uhr, 18 €

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