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Was wird diese Woche wichtig?

Writers-in-Prison-Tag: Mit einer Solidaritätsveranstaltung wollen das PEN -Zentrum Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels auf die Situation verfolgter Autoren, Journalisten, Verleger und Buchhändler in vielen Ländern aufmerksam machen. Die Lesung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin mit zahlreichen Autoren findet an diesem Dienstag statt, an dem der internationale Writers- in-Prison-Tag (Schriftsteller in Haft) begangen wird. Erwartet werden unter anderem Peter Schneider , Moritz Rinke , Brigitte Burmeister, Eva Menasse , Steffen Mensching und Lutz Seiler . Sie lesen Texte von Imre Kertész, Primo Levi, Oscar Wilde und anderen Schriftstellern. „Das Thema ist leider unverändert aktuell“, sagte der Vorsteher des Börsenvereins, Dieter Schormann. „Gegen demokratische Grundwerte wie Meinungsvielfalt und Freiheit des Wortes wird weltweit immer wieder verstoßen. Aktuelles Beispiel hierfür ist das Verfahren gegen den diesjährigen Friedenspreisträger Orhan Pamuk wegen seiner Äußerungen zur Armenierfrage in der Türkei.“ Der Präsident des PEN-Zentrums Deutschland, Johano Strasser, kritisierte: „Der so genannte Krieg gegen den Terror hat auch in den westlichen Demokratien zu gefährlichen Eingriffen in die Meinungsfreiheit geführt.“ Schriftsteller, Journalisten und Verleger würden drangsaliert oder an der Publikation gehindert. dpa

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