Zeitung Heute : „Freiheit 15“ ist gekentert

Der Tagesspiegel

Köpenick. Ein Jahr nach Eröffnung des großen Kulturtreffs „Freiheit 15“ hat die Trägergesellschaft jetzt beim Amtsgericht Charlottenburg die Insolvenz beantragt. Wie berichtet, steckt das Unternehmen in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Mietrückstände gegenüber dem Bezirk belaufen sich auf rund 10000 Euro. Dem idyllisch gelegenen Areal an der Alten Spree mit historischem Restaurantschiff, Varieté und Bar fehlen die Besucher. „Unser Konzept war zu anspruchsvoll, vor allem die exklusiv- mediterrane Küche wurde von den Gästen nicht gut angenommen“, sagt Alexander Heene, der 37-jährige Chef des Unternehmens.

Gemeinsam mit dem Bezirk wird jetzt an einem „urigeren Programm mit bierseliger Hauptmann-Folklore“ gearbeitet. „Wir wollen, dass dort auch weiterhin Kultur angeboten wird“, betont Bürgermeister Klaus Ulbricht (SPD). Schließlich sei der Standort auch ein Aushängeschild des Bezirks. Die denkmalgeschützten Gebäude wurden mit öffentlichen Geldern saniert. Rund 1,8 Millionen Mark kamen aus dem Denkmalschutzprogramm.Wer künftig die „Freiheit 15“ am Rande der Altstadt betreibt, ist unklar. bey

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