Zeitung Heute : Frühjahrsputz beim Computer

Entrümpeln, löschen, angleichen – wie der langsame Rechner mit ein paar Tricks wieder flott gemacht werden kann

M.Ehrenberg

Mein Computer funktioniert so lange reibungslos, bis ich mir einen Virus einfange oder mir Tee über die Tastatur gieße. Irrtum! Nur neue Computer sind aufgeräumt, übersichtlich und schnell. Schon nach wenigen Monaten wird der Rechner deutlich langsamer. Zusätzlich installierte Programme und Software, Vielschreiberei und Internetsurfen lassen Ordner unbemerkt mit unnötigen Dateien aufblähen. Das System ächzt und wird instabiler. Zeit also, mit diesem Daten-Müll systematisch aufzuräumen. Zeit für den großen PC-Frühjahrsputz in sieben einfachen Schritten.

Temporäre Dateien löschen . Diese entstehen schon, wenn man Änderungen in einem Word Dokument vornimmt, diese aber nicht abspeichert. In den folgenden Ordnern befinden sich temporäre Dateien, die gelöscht werden können: Bei Windows 98/Me/ im Verzeichnis „../Windows/Temp“. Erstaunlich, wie viel Datenmüll sich hier ansammelt. Bei Windows 2000/XP auch nachschauen unter „..:/Dokumente“ und „Einstellungen/Benutzername/Lokale Einstellungen/Temp“. Dann noch den Internet-Explorer öffnen, unter dem Menü „Extras“ den Punkt „Internetoptionen“ aufrufen und dort Cookies und Dateien löschen, die während des Surfens übertragen wurden.

Überflüssige Dateien entfernen . Bei der Deinstallation von Programmen verbleiben kleine Dateien auf dem Rechner, die ein System ausbremsen können. Windows bietet ein Tool, mit dem sich diese entfernen lassen. Dafür im Arbeitsplatz mit der rechten Maustaste auf ein Laufwerksymbol klicken, zum Beispiel auf die Festplatte „C:", die Option „Eigenschaften“ auswählen. Mit dem Button „Bereinigen“ wird der Entrümpelungsvorgang gestartet.

Nicht mehr benötigte Programme löschen – mit dem integrierten Uninstaller. Dazu mit der linken Maustaste auf „Start“ gehen, die Option „Systemsteuerung“ auswählen. Im Dialogfenster „Software“ werden alle auf dem Rechner installierten Programme aufgelistet. Wurde ein Programm Monate nicht mehr genutzt, stellt sich die Frage, ob es noch gebraucht wird. Über den Button „Ändern/Entfernen“ einzelne Programme löschen. Wichtig: nur Einträge entfernen, die nicht mehr verwendet werden!

Programmgruppen löschen . Unerwünschte Programm-Überbleibsel entfernen. Mit der rechten Maustaste auf den Start-Button klicken. Mit der linken Maustaste die Option „Öffnen“ auswählen. Nun werden alle Programme angezeigt, die über den Startbutton ohne Umwege erreicht werden können. Unter der Option „Programme“ werden alle Applikationen, die sich im Start-Menü befinden, aufgeführt. Wenn nach der Deinstallation eines Programms ein entsprechendes Icon überflüssig wird, dann dieses mit der rechten Maustaste anklicken und im Fenster die Option „Löschen“ wählen. Beim nächsten Öffnen des Startmenüs taucht das Icon nicht mehr auf. Diese „Säuberung“ regelmäßig durchführen.

Achtung: Um die Programme und Programmgruppen schneller im Startmenü wiederzufinden, sollte das Menü alphabetisch sortiert werden. Dazu das Startmenü öffnen, mit der rechten Maustaste hineinklicken und im folgenden Fenster die Option „Nach Namen sortieren“ auswählen.

Registry-Einträge löschen . Bei jeder Installation von Programmen werden auch in der Windows-Registrierungsbank, der so genannten Registry, Einträge angelegt. Oft verbleiben diese Einträge auch nach der ordnungsgemäßen Deinstallation der Applikationen. Auch diese Dateileichen können die Systemleistung des PCs negativ beeinflussen. Erfahrene Computernutzer (aber auch nur die!) löschen die Einträge nach einer kurzen Überprüfung der Daten von Hand.

Einsteigern wird mit dem Freeware-Tool „RegCleaner“ (im Internet herunterzuladen) ein hilfreiches Programm zum Säubern an die Hand gegeben, mit Assistenten, der die Registry mit zwei Mausklicks komplett nach löschbaren Einträgen durchstöbert und von überflüssigen Dateien bereinigt.

Spionageprogramme entfernen . Viele Tools versprechen Schutz gegen Software, die sich unbemerkt auf Ihrem Rechner einnistet. Vor allem Nutzer von kostenloser Software aus dem Netz, wie zum Beispiel das Filesharing-Tool „KaZa Media Desktop“ oder der Download-Manager „GoZilla“, sind Spyware-Programmen schutzlos ausgeliefert. Diese werden am besten mit dem Programm „Ad-aware“ entfernt, das man sich frei im Internet herunterladen kann.

Zu guter Letzt: Defragmentierung der Festplatte . Zu diesem Thema sind viele, neue Zusatzprogramme erhältlich – mehr dazu im Text unten.

Tools zum Download:
www.freenet.de/freenet/computer_und_technik/betriebssysteme

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